Nicht alle finden Gefallen an Feuerwerk und Krach. Gerade Hundeohren leiden.
Silvester
12/06/2013

Haustiere jetzt für die Knallerei rüsten

Weniger Böller, mehr Medizin: Was Tierschützer empfehlen.

Hast’an Knall?“, fragt "TIERplus – Mein Tierarzt mit Kompetenz" dieser Tage und gibt damit den Startschuss für seine Kampagne „Nein zur Silvesterknallerei“. Das Team aus mehr als 40 erfahrenen Veterinärmedizinern und Assistenten möchte das Bewusstsein schaffen, dass Feuerwerkskörper, die am 31. Dezember in die Luft gehen, nicht allen Freude bereiten. Auch KURIER-Tiercoach Dagmar Schratter und andere Tierschützer haben Tipps, wie gestresste Vierbeiner jetzt auf den Jahreswechsel vorbereitet werden können.

Kampagne

„Es ist verboten, einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen oder es in schwere Angst zu versetzen“, schreibt §5 des österreichischen Tierschutzgesetzes vor. Darauf beruft sich TIERplus und hofft auf einen generellen Verzicht von Feuerwerkskörpern. „Wir wollen ein Zeichen setzen. Denn eines ist klar: Jeder, der einen Knallkörper verschießt, fügt Tieren ungerechtfertigt schwere Angst und Leiden zu“, sagt Herwig Pucher, Initiator der Kampagne. Und er appelliert an die breite Öffentlichkeit: „Setzen auch Sie ein Zeichen und sagen: Nein zur Silvesterknallerei – unseren Tieren zuliebe.“

Angstlösung

Vermutlich wird sich der laute Jubel rund um Neujahr kaum einschränken lassen. Ängstlichen Vierbeinern kann trotzdem geholfen werden: Medikamente helfen bei der Angstlösung. „Wenden Sie sich an Ihren Tierarzt“, rät Dagmar Schratter, KURIER-Tiercoach und Zoo-Direktorin. Denn jetzt ist der richtige Zeitpunkt, mit der Gabe von homöopathischen Mitteln zu beginnen. Globuli, Bachblüten ohne Alkohol und Präparate, die auf Muttermilcheiweiß basieren, müssen kontinuierlich ab vier bis sechs Wochen vor Jahresende verabreicht werden. Nur so baut sich der Schutz auf.
Andere Beruhigungsmittel für Katze, Hund & Co wie Valium-ähnliche Präparate wirken in 90 Prozent der Fälle. Die richtige Dosierung soll etwa drei Tage vor dem Höhepunkt der Feuerwerkszeit getestet werden. Das Mittel muss ebenfalls rechtzeitig - in Absprache mit dem Tierarzt - besorgt werden.

Gewöhnung

Auch der Österreichische Tierschutzverein hat eine Empfehlung für die Vorbereitung auf Silvester: „Schon jetzt können Sie Ihrem Tier helfen, indem Sie es an die Geräusche von Feuerwerkskörpern und Silvesterknallerei gewöhnen“, heißt es in einer Aussendung: „Kaufen Sie eine speziell dafür aufgenommene CD – zum Beispiel ,Don't be afraid‘ –, die Sie regelmäßig und in der Lautstärke langsam steigend, abspielen.“ Wichtig sei es, sich dabei ganz normal zu verhalten, mit der Zeit würde der Liebling die Geräusche dann ebenfalls als Normalität akzeptieren. Einen Versuch ist es Wert.

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