Leben
10.09.2018

"Größtes Problem des Landes": Miss-America-Kandidatin basht Trump

Im Rahmen der Miss-America-Wahl sorgte erneut eine Teilnehmerin mit Trump-Kritik für Aufsehen.

Bei der diesjährigen Miss-America-Wahl kam US-Präsident Donald Trump nicht gut weg. Bereits in einer Vorrunde des Schönheitswettbewerbs zeigte sich eine Teilnehmerin mit den gegen Rassismus protestierenden NFL-Spielern solidarisch. Trump sind die Quarterback-Proteste gegen rassistische Polizeigewalt seit jeher ein Dorn im Auge. So bezeichnete er die Aktionen, bei der NFL-Spieler während der Hymne im Stadion knieten, als unpatriotisch und unamerikanisch.

In einer weiteren Vorausscheidung der Miss-America-Wahl übte sich eine Kandidatin am Freitag in noch konkreterer Kritik. Im Zuge der Veranstaltung in Atlantic City bezeichnete sie Trump als "größtes Problem, mit dem unser Land derzeit zu kämpfen hat". Madeline Collins, die den Bundesstaat West Virginia vertrat, erklärte zudem, dass Trump "unglücklicherweise einen Keil in unsere Bevölkerung getrieben hat". Und weiter: "Bis wir ihm und seinen Entscheidungen für unser Land vertrauen können, können wir auch nicht zusammenwachsen."

"Mutiges Vorbild"

Lauren Carroll, Reporterin bei der Zeitung The Press of Atlantic City, teilte einen Videomitschnitt von Collins Aussagen auf Twitter. Dieser verbreitete sich rasch viral. Vom Großteil der Community wurde Collins für ihre Aussagen gelobt. Collins, die es schlussendlich nicht in die Endrunde schaffte, wurde unter anderem als "Vorbild", "mutig" und "großartig" gelobt.

Nia Imani Franklin ist neue "Miss America"

Den Titel der "Miss America" holte am Sonntag schließlich die Kunststudentin Nia Imani Franklin. Bei der Preisverleihung in Atlantic City bekam die 25-Jährige die Krone von Cara Mund, Miss America 2018, überreicht. Nia Franklin stammt zwar aus North Carolina, trat aber für den US-Bundesstaat New York an, wo sie lebt und im Juni Miss New York wurde. In ihrer Rede sagte sie: "Als New Yorkerin weiß ich, was es bedeutet, hart zu arbeiten. Als Künstlerin wolle sie dazu beitragen, dass "Studenten Zugang zu einer qualifizierten Ausbildung erhalten".

Der Titel Miss America ging zum siebten Mal an eine Miss New York. Als Preis erhielt Franklin ein Stipendium in Höhe von 50.000 US-Dollar. Erstmals in der 98-jährigen Geschichte des Wettbewerbs fiel die Kategorie "Badeanzug" weg. Stattdessen mussten die 51 Kandidatinnen Fragen ihrer Konkurrentinnen beantworten. Hintergrund hierfür ist die aktuelle #MeToo-Debatte.