Donald Trump bei seiner Rede in Great Falls, Montana.

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Gesichtsentgleisung: Student stiehlt Trump bei Rede die Show

Zu einer flammenden Rede war Trump am Donnerstag in Montana angetreten. Am Ende stand aber ein Mann aus dem Publikum im Mittelpunkt.

09/10/2018, 12:53 PM

Schauplatz Montana: Am Donnerstag hielt US-PrÀsident Donald in Great Falls eine leidenschaftliche Wahlkampfrede. Ein junger Mann im Publikum stahl dem Staatsoberhaupt allerdings die Show.

Als Trump dabei war, ĂŒber seinen Wahlsieg zu sprechen, entglitten dem Mann, der spĂ€ter in US-Medien als Tyler Linfesty identifiziert wurde, die GesichtszĂŒge.

"Es ist schwierig, und umso schwieriger zu gewinnen. FĂŒr die einfache Mehrheitswahl, da geht man in drei oder vier Staaten und boom, boom, boom. Es ist wie der 100-Meter-Sprint im Vergleich zum Meilenlauf, man trainiert unterschiedlich", sagte Trump wörtlich.

Im Kern wollte er damit ausdrĂŒcken, dass es herausfordernder sei, die US-Wahl ĂŒber WahlmĂ€nnerstimmen zu gewinnen als ĂŒber die einfache Mehrheitswahl. Seine verschwurbelte, konfuse Formulierung schien Linfesty derart zu verwirren, dass er schlussendlich sogar "what?", also "was?", murmelte.

Lacher im Netz

Linfestys Gesichtsentgleisungen fanden via Twitter schnell den Weg ins Netz. Dort wurden die Aufnahmen binnen Minuten zur Zielscheibe von Witzeleien.

Das entging offenbar auch Trumps Mitarbeiterstab nicht. Nur wenige Minuten spĂ€ter wurde Linfesty aus dem Publikum geholt. In einem zweiten Video war er nicht mehr zu sehen. Von einer Frau im blauen Kleid wurden zudem noch zwei weitere Personen, ein Mann und eine Frau, gebeten, die TribĂŒne hinter Trumps Pult zu verlassen.

Dem Fernsehsender CNN sagte Linfesty spĂ€ter, er habe nicht vorgehabt, Trump bloßzustellen. Er sei zur Veranstaltung gegangen, weil er "nicht die Gelegenheit verpassen wollte, den PrĂ€sidenten der Vereinigten Staaten zu sehen." Bei jenen Passagen, die ihm zugesagt hĂ€tten, hĂ€tte er außerdem geklatscht.

Warum er den Platz hinter Trump rĂ€umen musste, darĂŒber hĂ€tte man ihn nicht informiert. Im Vorfeld der Veranstaltung sei das gesamte Publikum angewiesen worden, besonders enthusiastisch zu klatschen und jubeln. Ein Agent des Secret Service habe ihn in ein Hinterzimmer gefĂŒhrt, seine Personalien ĂŒberprĂŒft und ihn dann "freundlich aufgefordert, zu gehen".

Bei der US-PrÀsidentschaftswahl im Jahr 2016 schloss Trump mit 304 WahlmÀnnerstimmen vor Hillary Clinton mit 227 Stimmen ab. Bei den WÀhlerstimmen unterlag er seiner Kontrahentin. Dass Clinton die Wahl verlor, liegt am Mehrheitswahlsystem: Wer PrÀsident wird, richtet sich nicht nach der Gesamtzahl der Stimmen, sondern an der der gewonnenen WahlmÀnner-Stimmen.

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