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"freizeit" live: Redakteure auf der Bühne
10/22/2016

"freizeit" live: Redakteure auf der Bühne

Unsere Redakteure sind auch in ihrer eigenen Freizeit höchst kreativ: Ob auf der Rockbühne, im Theater, in Galerien oder als Chansonnier – -Autoren zeigen immer wieder vor Publikum,was sie drauf haben.

von Andreas Bovelino

ANDREAS BOVELINO

In den 90ern hat der Musikexperte selbst zwei CDs produziert – jetzt spielt er wieder live.

"Ein redaktionelles Projekt ('Wir schaffen das!') hat mich nach fast 20 Jahren Pause wieder in den Proberaum zurückgebeamt. Und einige meiner Freunde aus den alten Zeiten, als ich nicht über Musik geschrieben, sondern sie gemacht habe, gleich mit dazu. Eine echte Herausforderung, weil ich in der Zwischenzeit tatsächlich kaum eine Gitarre zur Hand genommen hab. Die Wanderklampfe im Wohnzimmer war noch nie mein Ding. Wenn’s nicht kracht und pfeift, macht’s mir keinen Spaß. Aber die Jungs waren geduldig, die alten Songs erwachten wieder zum Leben und sind jetzt, ganz ohne Sch ..., besser als je zuvor. Mein Dank an die wunderbaren Musiker an meiner Seite. Stootsie, Gunther, Ringo, Tommy, Bernie, Greg und Nadine. Laute Gitarren und Gigs in Rock-Clubs wie dem B72 sind nur was für junge Leute? Na, schaun wir mal, ob wir die Hütte nicht doch auch ordentlich zum Wackeln bringen können…"

"Shoot The Dog" heißt die Band um Andreas Bovelino. Live zu hören am 1. 11. im Wiener B72

VEA KAISER

Die Bestseller-Autorin ist regelmäßig auf Bühnen und in Fernsehstudios zu Gast.

"Es ist seltsam. Auf das einsame Schreiben eines Buches folgt das öffentliche Vorstellen von selbigem. Interviews, Talkshows, Fotos und hunderte Live-Auftritte zwischen Flensburg und Zürich. Ich glaube, das erklärt, warum so viele Schriftsteller Alkoholiker sind – dieser Wechsel zwischen völliger Isolation und Weltöffentlichkeit bringt einen leicht aus dem Gleichgewicht. Doch dann erinnert man sich, dass man das alles nicht machen muss, sondern darf, weil man tatsächlich ein weiteres Mal die eigenen Dämonen zwischen zwei Buchdeckel gebannt hat. Und das ist ein Grund sich zu freuen. Einsam wird es eh schnell genug wieder."

Im Rahmen der „Buch Wien“ Messe von 10.-13. November gibt’s ein "Meet & Greet" mit der Autorin; Am 25. November hält Vea Kaiser einen Vortrag beim Zukunftsforum Linz; am 26. November liest sie im Kunsthistorischen Museum im Rahmen der von Edmund de Waal kuratierten Dürerschau. www.veakaiser.de

ANGELIKA HAGER

Die Kolumnistin und Autorin scheut den direkten Kontakt mit ihren Lesern nicht.

"Immer den Satz von Bühnentier Hanno Pöschl im Ohr, der einmal zu Lampenfieber befragt, sagte: „Wenn i ka Angst hab’, geh’ i wieder ham.“ Beruhigend ist, dass selbst solche Großkaliber wie Maria Happel, mit der ich ein paar Mal gelesen habe, nervös sind, bevor sie da rauf gehen. Das Schönste ist, wenn man auf dem Lachen des Publikums surfen kann wie auf einer Welle. Die Qualität eines Auftritts hängt immer vom Wohlwollen und dem Zuspruch der Menschen ab. Im weiten Land der Säle rennt man natürlich auch manchmal gegen den Beton der Verständnislosigkeit. Aber das gehört zur Zirkuspferd-Matura, dass man da auch wieder in Würde raus kommt."

Angelika Hager liest am 6. November in der Buchhandlung Thalia, Wien 3 (11.00 Uhr) und bei der "Langen Nacht der Kolumnisten" (Rabenhof, 19.30); Mit der Grundlseer Geigenmusi ist sie am 11. November im Schutzhaus der Gartenfreunde Ottakring zu sehen Und zu hören.

MICHAEL HOROWITZ

Der langjährige " freizeit"-Chefredakteur, Autor und Fotograf überzeugt mit jazzig bearbeiteten Wienerliedern schon seit einiger Zeit auch auf der Bühne. Aktuell ist er mit "Dancing-Queen" Verena Scheitz und vielen prominenten Gästen in der Wiener Kulisse zu sehen.

"Man singt ja bekanntlich mit der Seele. Bei mir ist es mehr Seele als Stimme – aber das Gefühl, vor Publikum auf einer Bühne zu stehen und zu singen, möchte ich um nichts missen. Es ist das Schönste auf der Welt. Überhaupt mit DEN Gästen, die Verena und ich für unsere Show „Das Glück hat an Huscher“ haben! Brigitte Kren, Werner Schneyder, Maya Hakvoort, Heinz Zednik. Nervös bin ich immer noch ein bisschen, aber sonst wäre es ja auch nichts Besonderes. Und wenn Maya Hakvoort mir bei den Proben „okay“ signalisiert, und der wunderbare Heinz Zednik NICHT zu mir sagt, er will die 'Hausherrensöhne' lieber allein singen, ist mir das Lob und Stärkung genug."

"Das Glück hat an Huscher"-Termine, Kulisse Wien: 23.Oktober, 11.00 Uhr, 15. Jänner 2017, 11.00 Uhr, 12. März 2017, 20 Uhr

GUIDO TARTAROTTI

Der Kolumnist wagte schon vor einiger Zeit den Schritt in die Welt des Kabaretts.

"Ebenso wie meine Kolumne gibt mir die Kabarett-Bühne die Möglichkeit, anders zu sein als sonst: also schlagfertig, redselig und, in meinem aktuellen Programm, sogar Gitarrist bei den Rolling Stones. Für schüchterne Menschen wie mich ist die Bühne ideal – sie ist ein Schutzort, ich fühle mich dort geborgen. Denn anders als im echten Leben habe ich dort Licht, Ton, Rolle und Text und kann ein paar hoffentlich interessante und komische Gedanken mit den Menschen teilen."

25. Oktober, Theater am Alsergrund; 28. Oktober, Kellertheater Klosterneuburg; 3. November, Stadtgalerie Mödling (Restkarten); 6. November, Lange Nacht der Kolumnisten, Rabenhof; 18. November, Theater am Alsergrund; 20. Dezember, Theater am Alsergrund.

FLORIAN HOLZER

Der Restaurantkritiker ist auch gern im TV zu Gast.

"Wenn man es gewohnt ist, für sich allein am Computer zu sitzen und so lange, wie man will, an einem Satz feilen zu können, ist das kalte, schwarze Kamera-Auge, dem man da halbwegs geschmeidig eine Begrüßungsformel entgegenbringen und sich dann auch noch an alle Namen der Studiogäste erinnern soll, der absolute Wahnsinn. Aber zum Glück gibt es Aufzeichnung und Schnitt, da kann jeder lampenfiebrige Schreiberling mit Kamera-Panik irgendwie souverän präsentiert werden …"

Der Ochs ist zwar schon lang im Glas (ORF 1), aber "hat’s g’schmeckt", die aktuelle Show Florian Holzers, läuft auf w24 jeden Freitag um 19.30 und 22 uhr, samstags um 20 uhr, sonntags um 18.30.

FLORENTINA WELLEY

Vom Journalismus zur Kunst: Kuratorin Essingers Art Club im Essinger Haus Mödling.

"Schön ist es zu schreiben und Träume auf Papier zu bringen. Genauso schön ist es, Träume zu realisieren und zum Leben zu erwecken. Durch Zufall entdeckte ich ein leer stehendes Haus mit wunderschönem Garten in Mödling – das verwaiste Atelier des Malers Hans Essinger. Sofort kam mir die Idee für eine kulturelle Nutzung, für die ich der Gemeinde ein Konzept vorlegte. Seit Anfang September ist der Traum real: Wir haben mit einer tollen Ausstellung von Esther Stocker eröffnet und zeigen ab 4. November den französischen Maler Emmanuel Bornstein. Neben dem Ausstellungsprogramm gibt es bis Dezember Sideevents mit DJs, Workshops, Künstlertreffs und den Fokus „Wohnen mit Kunst“. Besonders freut mich, immer neue Ideen umsetzen zu können, die spannende Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister Hans Stefan Hintner (im Foto rechts) und befreundeten Künstlern und Galeristen wie Peter Krobath (im Foto links)."

Essingers Art Club / EAC zeigt im Essinger Haus: Salon–Gouachen von Emmanuel Bornstein, courtesy Galerie Crone/Wien.

Atelier: Winterbilder von Hans Essinger. DJ-line /Vernissage am 4. November, ab 18 Uhr, der Künstler wird anwesend sein. Eröffnungsreden: 19 Uhr (BM Hintner, Galerie Crone, Peter Bogner, EAC)

www.essingersartclub.at , www.moedling.at

HEIDI STROBL

Vom Acker bis zum Kochtopf – und vor die Kamera.

"Meine Küche ist meine Bühne, in der prominente Gäste Premiere spielen, ohne davor die Chance auf eine Generalprobe zu haben. Aber auch meine Kürbisfelder, Quittenbäume, der Hühnerstall, mein Zinnienacker – ab und zu auch der Kutschkermarkt oder die Ab-Hof-Verkaufsstelle in Poysdorf. Stadt und Land – in beiden Welten bin ich daheim. Hin und wieder halte ich Kochworkshops. Und Ende Oktober erscheint mein Buch „Dinner for Two – zwei am Herd“ (das vierte nach 'Der Kürbis', "'Dinner for one' und 'Lilly kocht')."

Buchpräsentation "Zwei am Herd", Buch Wien, Halle D, Messeplatz 1, Wien 2, 11. Nov., 16 Uhr. buch&quitte am Kutschkermarkt, 19. NOv., 10 bis 12 Uhr. Kochkurs "Dinner for One – 15 MInuten Rezepte für 1 Person", Studio Alexandra Palla, Kolingasse 3, Wien 9, 22. November, 18 bis 21 Uhr

GABRIELE KUHN

Gemeinsam mit Michael Hufnagl rechnet die "freizeit"-Kolumnistin auf der Bühne mit den Tücken des Ehelebens ab.

"Wir sind im Jahr 2014 mit dem Experiment 'Paaradox auf der Bühne' mit zwei Rabenhof-Terminen in den Herbst gestartet. Beide hatten wir vor der Premiere ausgeprägtes Lampenfieber. Die Abende waren rasch ausverkauft – seither läuft’s und läuft’s. Lampenfieber, dieses gewisse Kribbeln im Bauch, haben wir noch immer – aber es fühlt sich nicht mehr so nervenzerfetzend an. Wenn die ersten Minuten auf der Bühne vorbei sind und man das Gefühl hat, das Publikum ist da, lacht und fühlt mit, dann ist das fast wie daheim mit Freunden. Wenn man nicht ausgebildeter Schauspieler oder Kabarettist ist, dann ist jeder Auftritt eine neue Lern-Erfahrung – wir haben in den vergangenen zwei Jahren viel gelernt. Auch, wo unsere Grenzen liegen – vor allem aber: Dass wir über unsere Grenzen hinauswachsen können. Das wiederum liegt am Publikum, das einen trägt."

"Paaradox. Szenen einer Ehe" mit freizeit-Sex-Kolumnistin Gabriele Kuhn und Michael Hufnagl: Im Wiener Rabenhof (24. Oktober, 8. und 21. November, 15. Dezember, jeweils 20 Uhr); Rothneusiedl/Rothneusiedlerhof (28. Oktober, 20 Uhr); Tulln/Danubium (5. November, 19.30 uhr); Mödling/Stadtgalerie (13. Dezember, 20 Uhr); Am 6. November liest Gabriele Kuhn mit Michael Hufnagl im Rahmen der "Langen Nacht der Kolumnisten" im Rabenhof.

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