Modell (Maßstab 1:1000) des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko, Brooklyn Bridge Park, Brooklyn, New York

© APA/EPA/ANDREW GOMBERT

67P/Tschurjumow-Gerasimenko
11/04/2014

Countdown bis zur Kometenlandung

Die All-Tage Graz laufen noch bis 12. November und beschäftigen sich mit der Verbundenheit des Menschen mit dem Universum. Experten beleuchten die Entstehung des Weltraums aus zahlreichen Blickwinkeln.

von Martin Burger

Der Astrophysiker und „Science Buster“ Heinz Oberhummer, Pfarrer Hermann Glettler wie auch Künstler MarkusWilflingwerden am 10.11. über die Entstehung des Universums aus wissenschaftlicher, künstlerischer und aus Glaubens-Sicht diskutieren: Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Sind wir allein? (19:30 – 22:00 Uhr, St.AndräKirche, Graz, Eintritt frei). Am 12. November überträgt das Institut für Weltraumforschung in Graz die Landung der Kometensonde Philae auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko, nach einer zehnjährigen Reise durch das Weltall und rund 7 Milliarden Kilometern Wegstrecke. Die Landung ist der Höhepunkt der Mission und ein spannender Moment, denn eine Punktlandung ist alles andere als sicher. Die ESA reduzierte die Wahrscheinlichkeit für ein sanftes Aufsetzen in der Landezone "Agilkia" wegen des unebenen Terrains auf weniger als 70 Prozent.

Der Komponist Rudolf Wakolbinger hat in „Expansion of the Universe“ ein Werk geschaffen, das die Evolution des Universums akustisch abbildet. 13,8 Milliarden Jahre - vom Urknall bis in die Gegenwart - werden dabei anhand von wissenschaftlichem Material in eine musikalische Sprache übersetzt. Die 1.036 Stimmen umfassende Partitur beinhaltet ca. 1,6 Millionen Notenzeichen und misst 240 m2. „Expansion of the Universe“ ist somit das umfangreichste Werk der Musikgeschichte. Die Komposition wird durch eine Klanginstallation aus 216 Lautsprechern in der Kirche St. Andrä aufgeführt und kann zwischen 10.10. und 14.11. von den BesucherInnen der Ausstellung selbst gestartet werden.

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Der Schweifstern „Siding Spring“ hat bei seinem Vorbeiflug am Mars ein einmaliges Spektakel ausgelöst. Solch einen Meteoritenschauer habe niemand zuvor gesehen, sagt Nick Schneider von der Universität Boulder, Colorado/USA: „Das waren Tausende von Sternschnuppen pro Stunde.“

Der Komet war am 19. Oktober dieses Jahres in einer Rekordnähe von 139 500 Kilometer Entfernung am Mars vorbeigerast – das ist etwa ein Drittel der Distanz zwischen Erde und Mond. So etwas geschehe nur einmal alle acht Millionen Jahre, sagt NASA-Wissenschaftler Jim Green. Sonden der Nasa nahmen die Bilder auf, von der Erde aus war das Spektakel nicht zu sehen.

Siding Spring“ raste mit einer Geschwindigkeit von 203 000 Kilometer pro Stunde durchs All. Feiner Staub des Kometen verglühte in der Atmosphäre vom Mars und löste damit einen Schauer von Sternschnuppen aus. Spuren von acht Metallen sind gefunden worden, darunter Chrom, Eisen, Kalium, Magnesium, Natrium und Zink. Wie genau der Komet beschaffen ist, lässt sich erst nach weiterer Auswertung sagen.

Siding Spring“ ist deshalb so interessant, weil er ein Überrest aus der Entstehung unseres Sonnensystems und damit viel älter als die Erde ist.

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