Leben
16.04.2018

Fakt oder Fake? Tonqualität hat großen Einfluss

© Bild: Getty Images/iStockphoto/Thinkstock

Je schlechter jemand zu verstehen ist, desto weniger intelligent wird er eingeschätzt - das ergab eine australische Studie.

Nachdem es zunehmend schwierig wird, Fakten und Fiktion zu unterscheiden, sind australische Forscher der Frage nachgegangen, welche Faktoren die Glaubwürdigkeit beeinflussen. „Wenn Menschen die Glaubwürdigkeit einer Information beurteilen, entscheiden sie das meistens nach Gefühl“ erklärt Eryn Newman von der Australian National University. Im Rahmen einer Studie zeigte sich, dass die Tonqualität einen großen Einfluss darauf hat, wie intelligent der Sprecher eingeschätzt wird.

Für as Experiment sahen sich Versuchtsteilnehmer Clips von Wissenschaftlern an, die bei einer Konferenz Reden hielten. Eine Gruppe hörte die Aufnahmen ihn hoher Tonqualität, während die andere Gruppe dieselbe Aufnahme in schlechter Tonqualität zu hören bekam. Danach wurden die Teilnehmer gebeten, die Forscher und ihre Arbeit zu beurteilen.

Das Ergebnis zeigte klar: Die Arbeit der Wissenschaftler wurde als minderwertiger eingeschätzt, wenn ihre Tonaufnahme schlecht zu hören war. Sie wurden auch als weniger intelligent eingeschätzt, berichtet Newman im Fachjournal Science Communication.

Nicht nur der Inhalt zählt

In einer Zeit, in der Wissenschaft Schwierigkeiten hat, sich gegen Fake News und alternative Fakten durchzusetzen, betont Newman daher wie wichtig es für Forscher sei, nicht nur die Inhalte ihrer Nachrichten zu berücksichtigen, sondern auch die Art der Überbringung. "Eine andere Studie zeigte kürzlich, dass sich falsche Informationen auf Twitter sechsmal schneller verbreiten als wahre Infos. Unsere Ergebnisse zeigen, es geht nicht nur darum, wer du bist und was du sagst, sondern auch darum, wie deine Arbeit präsentiert wird."