Der beste Burger der Welt: ein Triple-Bacon-Cheese-Smash-Burger, besteht aus Wagyu-Fleisch, Speck, Zwiebeln, Cheddar und Thousand-Island-Soße.
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Der beste Smash Burger der Welt: Was Wiener Burger-Experten davon halten

Der weltbeste Smash Burger der Welt kommt aus Tokio – mit Wagyu-Fleisch als Hauptdarsteller. Ob das schmeckt und warum es das in Österreich noch nicht gibt.

Erst das Zischen, dann der Duft: Wenn das Fleischpatty auf der heißen Platte flach gedrückt wird und Röstaromen aufsteigen, läuft einem schon beim Zuschauen das Wasser im Mund zusammen. Der Hype um Smash Burger ist ungebrochen. Man findet sie längst nicht mehr nur am Imbissstand, sondern auch in Bars und Restaurants.

Was den Fast-Food-Klassiker mit der krossen Kruste so beliebt macht: Wo früher riesige, üppige Burger dominierten, sind Smash Burger kleiner und reduzierter – dafür aber mit hochwertigen Zutaten. Das passt auch zum Ernährungstrend, bei dem gute Zutaten und Herkunft wichtiger sind als XXL-Portionen.

Weil der Smash Burger aus nur wenigen Komponenten wie Brot, Fleisch, Käse und einer Soße besteht, fällt gute (oder schlechte) Qualität schnell auf. Die meisten Smash-Burger-Läden setzen daher auch in Österreich auf regionales Fleisch. Bei den Soßen wird ebenso selten zur Fertigware gegriffen: Sie sind meist hausgemacht – die genaue Rezeptur „behält jeder Smash-Burger-Laden allerdings als gut gehütetes Geheimnis für sich“, erklärt Elior Molcho, Betreiber vom Wiener Lokal Kvetch.

Weltbester Smash Burger kommt aus Tokio

Aber wo gibt es eigentlich den besten Smash Burger der Welt? Dieser Frage ging kürzlich das Londoner Lifestyle-Magazin Time Out nach. Auf den ersten Platz landete überraschenderweise nicht ein Burger aus London, New York oder Sydney, sondern einer aus Tokio. Der Gewinner, ein Triple-Bacon-Cheese-Smash-Burger, besteht aus Speck, Zwiebeln, amerikanischem Cheddar und einer Thousand-Island-Soße (eine Mayonnaise-Ketchup-Basis, meist mit Gurkenrelish und Gewürzen).

Der beste Burger der Welt: ein Triple-Bacon-Cheese-Smash-Burger, besteht aus Wagyu-Fleisch, Speck, Zwiebeln, Cheddar und Thousand-Island-Soße.

Der beste Burger der Welt kommt aus Tokio: ein Triple-Bacon-Cheese-Smash-Burger, besteht aus Wagyu-Fleisch, Speck, Zwiebeln, Cheddar und Thousand-Island-Soße. 

©Smashthings

Außergewöhnlich ist aber vor allem das Patty: Er besteht nämlich aus 100 Prozent japanischem Wagyu-Rindfleisch. „Wagyu bedeutet wörtlich ,japanisches Rind‘ und zeichnet sich durch seinen hohen Fettanteil im Fleisch aus. Dadurch ist er besonders g’schmackig und exklusiv“, erklärt Gerhard Bernhauer, Executive Chef vom japanischen Gourmet-Restaurant Shiki in Wien.

Wagyu-Burger vom Shiki

Wagyu-Burger vom Shiki mit Cheddar Käse und einer Tamarillo-Senf-Teriyaki-Sauce in einem Sesam-Bun, serviert mit Erdäpfel-Wedges

©Shiki

Warum es in Österreich keine Wagyu-Smash-Burger gibt

Hierzulande findet man zwar Wagyu-Burger, jedoch keine Smash Burger mit dem Edelrind. Dass es das überhaupt gibt, verwundert Bernhauer: „Wir haben es noch nicht ausprobiert. Wir vertreten aber auch eine andere Burgerlinie: Bei uns gibt es ein klassisches Wagyu-Fleisch-Patty mit einem schönen rosa Kern. Aber es scheint zu funktionieren. Ich finde es spannend, dass es in Wien noch keiner aufgegriffen hat.“

Womöglich liegt es am teuren Fleisch. Smash Burger sind vor allem bei jungen Menschen sehr beliebt – als schneller, leistbarer Happen. Wagyu-Fleisch würde den Preis nach oben treiben. Molcho ergänzt: „Am Ende ist es eine Preisfrage. Wenige junge Menschen können oder wollen sich das leisten – grad jetzt in der Wirtschaftskrise. Man darf auch nicht vergessen: In Tokio ist Wagyu-Fleisch um einiges günstiger, da die Rinder von dort stammen.“

Aufgrund seines hohen Fettgehalts würde sich das Fleisch als Patty aber wunderbar eignen. Auf der Grillplatte kann er ganz ohne Öl gesmasht, also flach gedrückt, werden. Am Ende entscheidet wohl der Preis – und der Smash Burger bleibt vorerst, was ihn so beliebt macht: simpel, kross und leistbar.

Kreative Burger in Wien

Burger sind längst mehr als nur ein schneller Sattmacher. Trends in den sozialen Medien befeuern diese Lust am Ungewöhnlichen – und auch in Wien wird der Fast-Food-Klassiker immer wieder neu interpretiert. Heraus kommen Kombinationen, die man so nicht erwartet – und die gerade deshalb neugierig machen. 

  • Tafelspitz-Burger: Im neu eröffneten Brioche & Brösel im ersten Wiener Bezirk steht ein Burger auf der Karte, der mit Tafelspitz (Sous-vide-gegart), Karotten, Apfelkren, Schnittlauchsoße, Erdäpfelstroh  und frisch geriebenem Kren gefüllt ist.  Man wagt sich  sogar an eine süße Interpretation: einen Apfelstrudel-Burger (bestehend aus Apfel, Himbeermark und Brioche Bun).
  • Känguru-Burger: Im australischen Pub Crossfield’s in der Innenstadt kommt Känguru-Fleisch mit Cheddar, karamellisierten Zwiebeln, Paradeiser und Salat auf den Teller.
  • Schwarze Burger: Eine ungewöhnliche Kreation gibts im Addicted to Rock im sechsten Bezirk: Das Lokal serviert einen Burger im schwarzen Bun (Lebensmittelfarbe), befüllt mit Rotkraut-Preiselbeersalat, Blauschimmelkäse,  Rucola, Mayonnaise und karamellisierten Whisky-Zwiebeln.
  • Burger mit Käsering: Über Social Media verbreitete sich der Burger mit der flammenden Käse-Ring-Show schnell herum: Bei Hotline 5 im fünften Bezirk wird ein Käsering flambiert, die Soße wird direkt über den Burger gegossen.
  • Nacho-Burger: In der Börgerei im 18. Bezirk gibt es „den Scharfen“: Hier treffen faschiertes Rindfleisch, Eisbergsalat, Jalapeños, Cheddarkäse, Röstzwiebeln auf Nachos und scharfer Soße.  
Liisa Mikkola

Über Liisa Mikkola

Redakteurin und Digital Producer beim KURIER und freizeit.at, dem Digitalformat der KURIER freizeit.

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