Zahnstein ist mit Bakterien übersät, bei Streuung droht Entzündung.

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Tiercoach
12/28/2015

Der KURIER-Tiercoach beantwortet Leserfragen

Woher kommt die Heiserkeit der Katze? Warum macht der Hund immer noch ins Haus?

von Hedwig Derka

Warum ist die alte Katze heiser? Wieso wird der schlaue Hund nicht stubenrein? KURIER-Tiercoach Katharina Reitl gibt Lesern Rat:

Vor kurzem wurde meiner Katze, 13 Jahre, der Zahnstein entfernt. Nach einigen Tagen begann ihre Stimme immer schwächer zu werden. Der Tierarzt stellte eine Hals- oder Kehlkopfentzündung fest. Kann es sein, dass bei der Zahnsteinentfernung gepfuscht wurde?

Eine Stimmveränderung deutet am ehesten auf ein Kehlkopf- bzw. Stimmband-Problem hin. Es kann jedoch auch eine allgemeine körperliche Schwäche vorliegen. Prinzipiell kann es bei jedem noch so sorgfältig durchgeführten Eingriff zu Komplikationen kommen. Gerade Zahnstein ist mit Bakterien übersät und so kann es – auch schon vor der Entfernung desselben – zu einer Streuung gekommen sein, die zu einer Entzündung geführt hat. Die narkosebedingte Schwächung reicht dann aus, um die Infektion ausbrechen zu lassen. Weiters kann es durch eine Intubation zu einer Reizung der Stimmbänder kommen. Eine Endoskopie unter Narkose könnte zeigen, ob eine Entzündung oder eine Verletzung von Kehlkopf bzw. Stimmbändern vorliegt; dafür ist jedoch leider eine neuerliche Narkose notwendig. Eine Blutuntersuchung deckt eine körperliche Schwäche oder Unwohlsein nach einer Narkose auf.

Wir haben vor ein paar Monaten einen Mops aus dem Tierhaus adoptiert. Er war vier Monate alt und anscheinend immer eingesperrt. Er ist ein lieber, lebhafter Hund, er versteht schon viele Kommandos, aber er will nicht sauber werden.

Leider kann es bei Tierheimhunden etwas länger dauern, bis sie stubenrein sind. Gerade wenn Hunde als Welpen im Tierheim waren, haben sie oft nicht gelernt, stubenrein zu werden. Viele haben dort auch keine Mutterhündin oder andere ältere Hunde, die sie dahingehend erziehen. Weiters dauert es oft beim Rüden etwas länger als bei einer Hündin.

Es gibt mehrere Möglichkeiten des Trainings: Erhöhen Sie mit viel Zeit im Freien die Wahrscheinlichkeit, dass das Geschäft draußen passiert. Dann toll loben! Unterstützend kann man jeden Kot- bzw. Harnabsatz an ein Wort koppeln. Um später das Gelernte umzudrehen. Viele Hunde aus dem Tierheim bzw. von Züchtern lernen, auf Zeitungspapier zu machen. Als Zwischenschritt kann man probieren, eine Zeitung auf die Straße/Wiese zu legen.

Probleme mit der Katze, Sorgen um den Hund, Fragen zu Sittich, Schildkröte & Co? Schreiben Sie an: tiercoach@kurier.at

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