Leben
30.04.2018

Begrapscht: Reporterin wehrt sich gegen aufdringliche Fans

Die Mexikanerin Maria Fernanda Mora wurde während einer Live-Einschaltung begrapscht und ließ sich das nicht gefallen.

Maria Fernanda Mora steht in einer Traube jubelnder Fußballfans. Die Männer umstellen die TV-Reporterin, springen, singen und schreien - und drängen sich dicht an die Reporterin heran. "Ich verstehe nichts", ruft sie ins Mikrofon. Es dauert keine 30 Sekunden, da packt der erste zu. Blitzschnell dreht sich Maria Fernanda Mora um, schlägt mit ihrem Mikrofon auf den Mann ein und weist ihn verbal zurecht.

Videoaufnahmen dieser Szenen verbreiten sich derzeit im Internet. Zugetragen hat sich der Vorfall der sexuellen Belästigung bei einer Live-Einschaltung, die die mexikanische Außenreporterin am Mittwoch für den TV-Sender Fox Sports absolvierte. Zuvor hatte der mexikanische Klub Deportivo Guadalajara, auch bekannt unter dem Namen Chivas, die Champions League des nord- und mittelamerikanischen Kontinentalverbandes Concacaf gewonnen. Zwar verlor der Verein das Rückspiel gegen den Toronto FC aus Kanada, im Hinspiel waren die Mexikaner aber siegreich gewesen. Im Elfmeterschießen sicherte sich Deportivo Guadalajara den Titel.

"Wurde mehrfach betatscht"

Maria Fernanda Mora meldete sich nach dem Vorfall auf Twitter zu Wort. Dort klärte sie die Userschaft darüber auf, dass sie "mehrfach betatscht" worden war und das nicht so hinnehmen wollte. Für ihre deutlichen Worte erntet die Journalistin viel Zuspruch auf Social Media.

Unterstützung bekam Mora unter anderem von Kollegin Jimena Sánchez. Niemand habe das Recht, eine andere Person gegen ihren Willen anzufassen, unter welchen Umständen auch immer, zeigte sie sich auf Twitter solidarisch. Auch der Sender Fox Sports entschuldigte sich in einer offiziellen Aussendung und stellte sich hinter Mora.