Leben
31.10.2018

Bäckerei verkauft Lebkuchen-Menschen und wird angefeindet

Auf Facebook wurde hitzig darüber diskutiert, warum sie nicht als Lebkuchenmänner angepriesen werden.

Thomas the Baker heißt eine familienbetriebene Bäckerei mit mehr als 30 Filialen im Vereinigten Königreich. Schon seit 1983 werden dort Lebkuchen-Menschen ("Ginger People") verkauft. Diese haben zwei Smarties als Augen, sonst aber keine Verzierungen.

Einigen Leuten scheint die geschlechtsneutrale Bezeichnung des Backwerks aber sauer aufzustoßen. So wie zum Beispiel Demii Leigh Heffron, einer Tätowiererin aus Manchester, die ein Foto davon auf Facebook geteilt hat. Wie sie später sagte, habe sie dieser aber nicht selbst aufgenommen. Sie postete das Bild mit der Überschrift: "Es ist passiert. Es ist tatsächlich passiert. Stoppen Sie die Erde, ich will aussteigen."

Unter dem Posting befinden sich mittlerweile über 5.000 Kommentare. Aus diesen geht hervor, dass es die meisten Menschen für übertrieben halten, den essbaren Figuren kein Geschlecht zuzuweisen.

Die Bäckerei verkauft diese jedoch schon seit über 30 Jahren als "Menschen". Das geht aus einem Statement der Bäckerei hervor, das auf Twitter veröffentlicht wurde.

"Tut mir leid, Sie alle zu enttäuschen – sie sind seit 1983 Lebkuchen-Menschen. Sie wurden von einem unserer Manager aus York so bestimmt und der Name blieb so bestehen. Wir haben in den 80ern eine Beschwerde bezüglich unserer Handelsstandard erhalten, dass wir rothaarige Menschen (Anm. als "Ginger" werden im Englischen, oft abwertend, Personen mit roten Haaren bezeichnet) diskriminieren würden – ernsthaft!!"