ALDI: Kassierer muss keinen Alkohol verkaufen

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Foto: Twitter

ALDI erlaubt einem Kassierer aus religiösen Gründen keinen Alkohol zu verkaufen. Im Internet wird der Supermarktgigant dafür gelobt und kritisiert.

Im englischen Northampton zeigt die Supermarktkette ALDI Sensibilität und nimmt Rücksicht auf einen muslimischen Mitarbeiter. Aus religiösen Gründen möchte er nicht mit Alkohol in Berührung kommen, deswegen wird an seiner Kassa kein Alkohol verkauft. Ein auf Twitter veröffentlichtes Bild zeigt ein Schild mit der Aufschrift "Alkohol kann an dieser Kassa nicht verkauft werden, wir entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten". 

Auf Twitter veröffentlichte der Account ALDI UK eine Stellungnahme, das Unternehmen bemühe sich Lösungen zu finden, wenn Mitarbeiter Anliegen äußern. Im Falle des Mitarbeiters habe man sich entschieden, die Kunden zu informieren, dass an der Kassa des Kollegen kein Alkohol verkauft werde.

Für diese Entscheidung bekam ALDI sehr viel Zuspruch. So schrieb Userin @76Kelen: "Kompromisse gewinnen immer." User @HasnanHussain lobte den Supermarkt, weil der Konzern den Alkoholverkauf nicht als Teil des Jobs aufzwingt. Userin @EnfuduZeMengo feierte ALDI für das Respektieren verschiedener Religionen im Vereinigten Königreich. 

Doch die Entscheidung zog auch kritische Stimmen mit sich. Dass das Thema Religion am Arbeitsplatz nichts verloren hat, war auf Twitter ebenfalls zu vernehmen. @David_HMFC fragte, ob er es sich aussuchen könne, welche Produkte er verkaufen will, wenn er dort arbeitete. 

(kurier / zak) Erstellt am
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