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Literatur
01/19/2019

Zwei Bücher von George R.R. Martin: Schwerelos treibt Blut im Raumschiff

"Nightflyers" und "Feuer und Blut": Bevor "Game of Thrones" fortgesetzt wird ...

von Peter Pisa

Bevor sich George R.R. Martin - Foto oben - um den Kontinent Westeros kümmerte und  „Das Lied von Eis und Feuer“ (= Game of Thrones) zu singen begann, beschäftigte er sich damit, Science Fiction mit Horror zu verbinden.
Seine kurze Erzählung „Nightflyers“ (1980) wird jetzt wieder interessant und erstmals ein eigenes Buch, weil die  30.000 Wörtern in den USA in eine TV-Serie verwandelt wurden.
Wissenschaftler auf dem Raumschiff Nightflyer wollen das außerirdische Volk der Volcryn erforschen, das  zum Ende des Universums unterwegs ist. Ganz langsam ist es unterwegs, die geheimnisvollen Volcryn nehmen sich Tausende Jahre Zeit, sie werden offensichtlich älter als Menschen. Mit Lichtgeschwindigkeit könnten sie reisen. Tun sie nicht.  Sind es Schatten aus der Hölle des Krieges? Götter, die auf Planeten, denen sie begegnen, neues Leben säen? Man wird sich wundern ...

Vorgeschichte

Irgendwie tut es gut, sich von dieser Geschichte  gefangen nehmen zu lassen. Da muss man kein Fan dieses Genres sein.  Martin tüftelte in den 70ern, 80ern als Nachfolger Tolkiens an einer Welt, die in mehreren seiner damaligen Erzählungen vorkommt.
Nur am Anfang der Forschungsreise haben die Wissenschaftler Zeit, heiße Schokolade zu trinken. Sie werden immer weniger, ihr – schwereloses – Blut im Raumschiff wird mehr.
Manchmal denkt man sich: ’s hätt durchaus noch ein paar Wörter kürzer sein können; ob man wirklich Lust haben wird, zehn TV–Folgen  zu sehen?
Noch ein zweites Buch von George R.R. Martin ist erschienen. Noch nicht die Fortsetzung von „Game of Thrones“ (kommt 2019).
Aber die Vorgeschichte. Drei Jahrhunderte, bevor alle Tragödien so richtig beginnen. Eine Sammlung von Erzählungen über das Haus Targaryen von Westeros.
Es sind ziemlich tote Erzählungen. Eine Chronik der Schlachten, Geburten, Hochzeiten. Zum Einsteigen ist das völlig sinnlos. Ist man jedoch von George R.R. Martin längst infiziert worden, wird man sich freuen, wenn man endlich erfährt:
Im Jahr 13 nach Aegons Eroberung starb Mera Martell, die Gelbe Kröte von Dorne, im Bett.
Und Prinzessin Rhaena legte laut Legende ihrer Schwester Prinzessin  Alysanne zwei Dracheneier in die Wiege.


George R.R. Martin:
Nightflyers – Die Dunkelheit zwischen den Sternen“
Übers. von Maike Würz. Penhaligon Verlag. 208 Seiten. 10,30 Euro.

KURIER-Wertung: ****

 

 

Georg R.R.
Martin: „Feuer und Blut – Erstes Buch“
Übersetzt von Andreas Helweg.
Penhaligon Verlag.
896 Seiten.
26,80 Euro.

KURIER-Wertung: *** und ein halber Stern

 

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