Zeichen in der Wüste: Die Nazca-Linien

Von Däniken bis zu Schamanismus: Verschiedene Erklärungsmodelle für die geheimnisvollen Zeichen in der peruanischen Wüste.

1995 hat man sie zum Weltkulturerbe der Unesco erklärt, die gigantischen, rätselhaften Nazca-Bodenzeichnungen an der Südküste Perus.

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Bild: "Die Hände" Die Nazca-Bodenzeichnungen wurden zwar bereits in den zwanziger Jahren entdeckt, weltberühmt machten sie aber vor allem die Publikationen Erich von Dänikens, der darin Spuren Außerirdischer zu sehen glaubte.  ... Die kilometerlangen Linien, riesigen geometrischen Muster, Tier- und Pflanzenbilder befinden sich in einem äußerst trockenen Küstenstreifen zwischen den Anden und dem Pazifik und sind seit 2.000 Jahren auf Grund des stabilen Klimas der so genannten Pampa erhalten geblieben. 

Bild: Die Spinne Die Zeichnungen entstanden, indem das dunkle Steingeröll, das den sandgelben Boden bedeckt, in Linien entfernt und an den Rändern zu Wällen aufgeschüttet wurde. Sie sind nur vom Flugzeug aus zu sehen - vom Erdboden aus, wenn überhaupt, nur in perspektivischer Verzerrung.

Bild: Einer der Männer, der die über 500 Quadratkilometer verteilten Nazca-Linien bewachen soll. Das Kulturdenkmal wird durch quer durch die Wüste fahrende Fahrzeuge und durch neugierige Touristen bedroht. En vogue war auch die Schamanismus-Theorie, die auch durch einen BBC-Dokumentarfilm verbreitet wurde. Die Schamanen, Mittler zwischen Lebenden und Toten, versetzen sich mit Hilfsmitteln wie etwa Drogen in Ekstase und haben in diesem Zustand außerkörperliche Flug-Erlebnisse.

Bild: Der riesige "Kolibri" Sie müssten sich also nicht körperlich über den Erdboden erheben, um die Zeichnungen von oben zu sehen. Die bekannteste Nazca-Forscherin war Maria Reiche, die die Linien als gigantischen astronomischen Kalender interpretierte. Die Linien und Figuren haben ihrer Meinung nach mit Sternbildern und den Positionen von Sonne und Mond zu tun. 

Bild: Der Hund Der Amerikaner David Johnson deutete 1996 die Linien als Plan, der die unterirdischen Wasserläufe in der Wüste markiert. 

Bild: Die sogenannte "Royal Family" Andere Erklärungsmodelle sehen die Zeichnungen vor dem Hintergrund der sozialen und religiösen Ritualtradition im alten Peru, in der schnurgerade Linien eine wichtige Rolle spielten. Eines scheint klar: Die auch schon als achtes Weltwunder bezeichneten Bodenzeichnungen sind Teil eines schwer zu deutenden, aber faszinierenden Bilderuniversums einer Kultur, die keine Schrift kannte.

Bild: Der Baum
(apa, red. / tem) Erstellt am
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