Kultur
13.05.2017

Wir sind Prince: Seine Songs, gesungen von Madonna & Co.

Im April vor einem Jahr ist Prince gestorben, kommenden Monat, am 7. Juni, hätte er seinen 59. Geburtstag gefeiert. Um seinen musikalischen Nachlass wird derweil heftig gefeilscht. Eine gute Gelegenheit einen Blick darauf zu werfen, was uns der Songwriter Prince an Liedern hinterlassen hat, die man auf den ersten Blick nicht mit ihm in Verbindung bringt. Weil er sie für befreundete Künstler geschrieben hat – oder sie als Coverversionen ein völlig anderes Gesicht bekommen haben.

Prince war Musik. Und spielte gern auch mal die Songs anderer, wie bei der legendären Superbowl-Show 2007. Unter etlichen Pseudonymen hat er aber auch für andere Musiker Songs geschrieben. Hier eine Auswahl der besten – und skurrilsten.

MARTIKA: Love ... Thy Will Be Done – Für die sympathische Hupfdohle schrieb er 1991 eines seiner schönsten Lieder.

THE BANGLES: Manic Monday – Angeblich seine Morgengabe an Susanna Hoffs, Sängerin der Bangles.

STEVIE NICKS: Stand BackNicks machte aus „Little Red Corvette“ einen neuen Song, Prince nahm's gelassen und spielte sogar Synthie dazu. Und bekam 50 Prozent der Tantiemen ...

SHEILA E: Love Bizarre – Sexiest 80s-Funk, den’s gibt.

KATE BUSH: Why Should I Love You – Eigentlich wollte er nur Background singen, dann schrieb er den Song quasi neu.

Kenny Rogers: You’re My Love

Sheena Easton: Sugar Walls

Joe Cocker: Five Women

Madonna: Love Song

No Doubt: Waiting Room

Ingrid Chavez: Heaven

Celine Dion: With This Tear

The Time: Donald Trump (Black Version)

u.v.a.

Prince, nachgespielt

Viele seiner Songs wurden von Künstlern aller Genres neu aufgenommen. Und manche sogar zu noch größeren Hits als vom Meister selbst.

ALICIA KEYS:How Come You Don’t Call Me Anymore– Eine B-Seite von Prince, einer der ersten ganz großen Erfolge für Alicia.

CYNDI LAUPER: When You Were Mine – Als hätte er den Song für die gute Cyndi geschrieben ...

HINDU LOVE GODS: Raspberry BeretWarren Zevon und R.E.M. ohne Michael Stipe (aka Hindu Love Gods) machten aus dem Track einen mitreißenden Garagenrocker.

HERBIE HANCOCK: Thieves In The Temple – Prince spielte gern mit Jazzern. Und sie mit ihm. Herbie nahm sich gleich einen ganzen Song mit.

DWIGHT YOAKAM: Purple Rain – Der amerikanische Country- und Blue Grass-Star verpasst DER Prince-Hymne ein völlig neues Outfit. Yeeeehaw!

TOM JONES: Kiss – Der Tiger aus Wales hämmert sich derart brachial durch diese sexy und ursprünglich ironische Nummer, dass es einem die Sprache verschlägt. Ein Welt-Hit war’s aber allemal.

CHAKA KHAN: I Feel For You – Ja doch, den Song peppte erst die Mama richtig auf.

SINEAD O’CONNOR: Nothing Compares To U – Ursprünglich hatte Prince den Song für sein Bandprojekt The Family geschrieben...

u.v.a.