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Puls 4
01/04/2017

"Vurschrift is Vurschrift" feiert Quotenerfolg

Das neue Puls 4-Format legte einen äußerst erfolgreichen Start hin.

Das neue Puls 4-Format "Vurschrift is Vurschrift", das skurrile Beamtengeschichten satirisch bearbeitet, ist am Dienstag mit durchschnittlich 279.800 Zusehern gestartet. Laut Senderangaben waren zwischenzeitlich bis zu 316.700 Zuschauer dabei.

Der Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe (12-49 Jahre) betrug 11,5 Prozent, was dem erfolgreichsten Start einer Eigenproduktion entspricht.

Beamtenshow auf Puls4: Alles streng nach "Vurschrift"

Die neue Sendung "Vurschrift is Vurschrift" startete am Dienstag, um 20.15 Uhr auf Puls4. Im Studio erklärt Amtsrat Helfried (Christian Hölbling) den Mitbürgern die Unabdingbarkeit der österreichischen Bürokratie. Sein Adjutant Fachoberinspektor Tupfelreiter (Rudi Roubinek) spielt die realen Fälle nach.

KURIER: Herr Roubinek, man kennt Sie sehr gut als steifer Seyffenstein in "Wir sind Kaiser". In Ihrer Rolle als Fachoberinspektor Tupfelreiter auf Puls4 wird das Rückgrat noch verhärteter. Was macht Tupfelreiter eigentlich?

Rudi Roubinek: Der Tupfelreiter ist ein Beamter im Außendienst. Er ist natürlich ein Hybridbeamter, weil er für mehrere Felder zuständig ist. Er ist übereifrig, mitunter nervig und ist davon überzeugt, dass die Welt besser aussähe, wenn alle Vorschriften eingehalten werden.

Wo wiehert denn der Amtsschimmel besonders laut?

Grundsätzlich ist mir aufgefallen, dass es im Bereich Hotellerie, Gastronomie, Gewerbe offenbar die wildesten Sachen gibt. Ein Beispiel: Bei einem Hotel musste es einen Schalter für den Notausgang neben der Türe geben. Diesen Schalter konnte man aber nicht betätigen, weil die Türe sich immer selbst geöffnet hat – sogar wenn es brennt oder der Strom ausfällt. Wenn man also dem Schalter nahekam, hat sich die Tür schon geöffnet. Trotzdem musste der Schalter da sein. Ich wusste auch nicht, dass es einen Unterschied zwischen einer Treppe und einer Stufe gibt. Und dass dieser Unterschied auch dann zu beachten ist, wenn das Niveau zwischen den beiden Etagen sehr niedrig ist. Das eine muss ein Geländer haben und das andere nicht. Auch wenn es nur zwei Stufen sind.

Sind Sie privat auch ein genauer Regelmensch? Müssen die Küchenkastln immer zu sein und die Servietten im genauen Winkel am Tisch liegen?

Ganz und gar nicht. Ich persönlich bin der Ansicht, dass es in manchen Bereichen unserer Gesellschaft sehr viel mehr Regulierung braucht. Wenn ich zum Beispiel an die Steuermoral von Großkonzernen denke, finde ich, sollte man sehr viel mehr regeln. Aber ob man jedes Detail in einem Geschäft regeln muss, das weiß ich nicht.

Die Leute sind oft sehr angefressen: Man darf überhaupt nichts mehr. Aber die oben richten sich es immer mehr.

Ich würde es nicht generalisieren. Natürlich, wenn man die ganze große Welt der Verordnungen hernimmt, ist das eine Geschichte, die der demokratischen Kontrolle weitgehend entzogen ist. Weil die Verordnungen die Beamten salopp formuliert sich selber machen.

Wie geht man mit so etwas als Bürger am besten um?

Man sollte die Verantwortungsträger, die durch unsere Steuergelder finanziert sind, einfach in die Pflicht nehmen. Man kann ihnen auch schreiben, dass man das nicht in Ordnung findet. Die Sachen sind nicht so weltbewegend wie zum Beispiel bei "Bist du deppert", wo es gleich um Milliarden geht. Die Sendung soll einfach aufzeigen, dass es Bereiche gibt, wo die Leute durchaus Schwierigkeiten haben.

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