Kultur
13.12.2011

Vitásek in Kebab-Komödie am Yppenplatz

Andreas Vitásek spielt in "Kebab mit alles" (Do., 20.15, ORFeins) den Kleinbürger Stanzerl, der Angst vor Fremden hat.

Man nehme: den Brunnenmarkt, eine Handvoll Türken, (einige sehr traditionell, sie bestehen auf Hausschlachtung) und konfrontiere sie mit ein paar bockigen, fremdenfeindlichen Österreichern; beide Gruppen statte man mit grundvernünftigen Gattinnen aus, schmücke das Ganze mit einem herzigen Kind und einem süßen Schaf namens Bodo. Heraus kommt eine österreichische "Multikulti"-Komödie.
So schlimm wird es dann aber nicht.
Die aufgezählten Zutaten kommen zwar durchaus vor in "Kebab mit alles". Doch ganz so vorhersehbar ist der Film nicht. Die verfeinernden Gewürze sind zum Teil recht bekömmlich.
Etwa das famose Darsteller-Team rund um Regisseur Wolfgang Murnberger, darunter Franziska Stavjanik, Tim Seyfi, Michael Ostrowski und Michael Fuith.
Allen voran Andreas Vitásek, der den Kleinbürger Stanzerl, Besitzer des Café Prinz Eugen, des "letzten österreichischen Lokals im Grätzel", der seine Festung vor feindlichem Übergriff retten will, sehr differenziert gestaltet. Motto: "Manchmal mag i mi söba ned."

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ORF"Kebab mit Alles", Schlimmer kann es für Johann Stanzerl nicht mehr kommen. Sein geliebtes Café Prinz Eugen, das letzte österreichische Lokal im Grätzel, soll in türkische Hand fallen. Johann und seine Stammtischrunde werden sich wehren wie einst

ORF"Kebab mit Alles", Schlimmer kann es für Johann Stanzerl nicht mehr kommen. Sein geliebtes Café Prinz Eugen, das letzte österreichische Lokal im Grätzel, soll in türkische Hand fallen. Johann und seine Stammtischrunde werden sich wehren wie einst

ORF"Kebab mit Alles", Schlimmer kann es für Johann Stanzerl nicht mehr kommen. Sein geliebtes Café Prinz Eugen, das letzte österreichische Lokal im Grätzel, soll in türkische Hand fallen. Johann und seine Stammtischrunde werden sich wehren wie einst

ORF"Kebab mit Alles", Schlimmer kann es für Johann Stanzerl nicht mehr kommen. Sein geliebtes Café Prinz Eugen, das letzte österreichische Lokal im Grätzel, soll in türkische Hand fallen. Johann und seine Stammtischrunde werden sich wehren wie einst

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Sehnsucht

"Um es höflich auszudrücken: Herr Stanzerl hat Angst vor Veränderung", sagt Vitásek über seine Rolle. Ob der Stanzerl ein typischer Österreicher sei? "Naja, wahrscheinlich eine Kunstfigur. Leichter Fremdenhass, Beharren auf Tradition, Sehnsucht nach Monarchie." Werden sich die österreichisch-türkischen Wickel im Film in Wohlgefallen auflösen? "Wieso glauben Sie das? Die Realität ist doch nicht so, warum soll es dann im Film so sein? Ich ertappe Sie gerade bei einem Vorurteil", rügt Vitásek .
Tatsächlich wartet die alte Geschichte der scheinbaren Antagonismen Schnitzel gegen Kebab und Blasmusik gegen Türken-Disco mit einigen überraschenden Wendungen auf (Drehbuch: Tac Romey, Don Schubert, Wolfgang Murnberger, Rupert Henning).
Gemeinsam mit seiner Stammtischrunde kämpft Stanzerl gegen die neuen Hausbesitzer, die Öztürks, die anstelle seines traditionellen Kaffeehauses ein modernes türkisches Lokal errichten wollen. Abendland retten, ist die Devise. Doch nicht nur die Ösis haben einen Vogel: Unter den Türken gibt’s einen, der Probleme gerne mit einem qualitätsvollen Handschlag löst. Sein Credo: "Cem macht jeden AKH, verstehst?"

Fundamentalist

Der österreichische Nachbar ist ein Fundamentalist, findet der aus Deutschland nach Wien gezogene Mustafa Öztürk ( Tim Seyfi). Die Öztürks sind das Schlimmste, das ihm hätte passieren können, findet Stanzerl: "Türken und Piefke auf einmal."
Die Menschen neigen sehr zu Pauschalurteilen, sagt Öztürk-Darsteller Seyfi. Vor zehn Jahren sei das weniger schlimm gewesen. Das beobachtet er in seiner Heimat München genauso wie in Wien. Allerdings: "Ich find’s in Österreich noch eine Spur härter als in Deutschland. Man spürt hier den Alltagsrassismus sehr stark. Ich bin heute Taxi gefahren. Vor uns war ein Stau, da hat der Taxler gleich auf den ,depperten Tschuschen‘ im Lkw vor uns geschimpft."