Matthias Brandt, Bambi-Gewinner 2011

© REUTERS/ALEX DOMANSKI

Literatur
10/22/2016

Vater Willy kommt kaum vor

"Raumpatrouille": Matthias Brandts Kindheitsgeschichten

von Peter Pisa

Da sieht man beim Lesen Snoopy von den Peanuts: Ich zieh’ mir einen Weltraumanzug an und geh’ mit Neil Armstrong auf dem Mond spazieren. Oder: Ich kann zwar nicht Fußball spielen, aber ich zieh’ meinen Adidasschuhe an (mussten es unbedingt solche sein, die "Franz Beckenbauer" hießen?) und ... scheiterte wie Charlie Brown. Man sieht also beim Lesen sich selbst, im Alter von acht, zehn Jahren, um 1970, oh Jammer.

So funktionieren die Geschichten in "Raumpatrouille". Kleiner Unterschied: Autor Matthias Brandt – der Schauspieler – ist Willy Brandts Sohn, deshalb war seine Kindheit etwas anders. Mit Sicherheitsleuten im Garten und Ex-Bundespräsident Lübke im Nachbarhaus. Blicke auf Willy Brandt sind selten, einmal radelte er und schaffte es, nicht zu stürzen, sondern im Karottenbeet zu KENTERN.

Den Soundtrack zu Buch und Kindheit hat Jens Thomas, "Memory Boy" heißt die CD (Roof Records).

Matthias Brandt:
Raumpatrouille
Kiepenheuer & Witsch.
176 Seiten. 18,60 Euro.

KURIER-Wertung: ****

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