Upton Sinclair, 1934, im Zuge seines erfolglosen Wahlkampfes für das Amt des Gouverneurs in Kalifornien

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Manchmal wurde aus den Arbeitern Schweineschmalz
08/30/2014

Manchmal wurde aus den Arbeitern Schweineschmalz

"Der Dschungel": Upton Sinclairs Aufdeckergeschichte von den Schlachthöfen in Chicago.

von Peter Pisa

Es ist wieder Zeit für Upton Sinclair. Das hat der Manesse Verlag im Vorjahr erkannt und "Öl!" aus 1927 neu aufgelegt, den dokumentarischen Roman über den Gierkapitalismus.

In den USA von Präsident Roosevelt als "Muckraker" (Nestbeschmutzer) verschrien, hat der Amerikaner Fragen gestellt wie: Warum hat die Ziegenhirtin keine Seidenstrümpfe an und andere, die nichts arbeiten müssen, haben mehrere? Shaw und Einstein haben Sinclair erfolglos für den Nobelpreis vorgeschlagen.

Chicago

Jetzt kommt "Der Dschungel" aus 1906. Es ist die Aufdeckergeschichte von den Schlachthöfen in Chicago, die letztlich zu besseren Hygiene- und Arbeitsbedingungen führten. Mehr als 80 Prozent des US-Fleisches wurden von 20.000 Arbeitern im Akkord produziert und verpackt. Sie froren in Kühlhäusern und wärmten sich die Füße in dampfend warmen Tierkadavern.

In den Brühräumen waren die Kessel auf gleicher Höhe wie der Fußboden, so mancher fiel und wurde "reines Schweineschmalz".

Ein litauischer Einwanderer versucht alles, um trotz der Schweinereien mit seiner Familie am Leben zu bleiben. Unmöglich: Gegen die Ausbeutung muss man kämpfen. Es ist Zeit für Sinclair ...

KURIER-Wertung:

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