Domingo

© Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Kritik
02/18/2013

Unvergesslicher Opernabend mit Plácido Domingo

Verdis "Simon Boccanegra" war eine Festvorstellung für Plácido Domingo in der Wiener Staatsoper.

von Luise Hahn

Offiziell war sie nicht als solche deklariert, doch Giuseppe VerdisSimon Boccanegra“ war de facto eine Festvorstellung für Plácido Domingo. Und auch Verdi selbst, der Jahres-Regent, wurde an diesem überwältigenden Opernabend gebührend gefeiert.

Denn die Musikalität, nuancenreiche Interpretation, das Stimmvolumen und die Leidenschaft, mit der Domingo die Titelpartie sang, waren ebenso hinreißend wie seine Darstellung der Figur. Und all das im „zarten“ Alter von 72 Jahren – unter anderem das Resultat solider Stimmtechnik und Jahrzehnten sorgsamen Umgangs mit seinem „Instrument“. Da war es nicht weiters erstaunlich, dass es mehr als 20 Minuten Schlussovationen für Domingo gab.

Wobei der Beifall zum Teil auch dem schönen Sopran von Maija Kovalevska (Rollendebüt als Amelia), Roberto De Blasio als Gabriele Adorno (Hausdebüt), Michele Pertusi (Rollendebüt als Fiesco), Marco Caria (Paolo) und Dan Paul Dumitrescu (Pietro) galt. Nicht zu vergessen das Orchester mit traumhaften Oboen- und Klarinettensoli sowie der passionierte und präzise Dirigent Evelino Pidò.

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