Militärparade spielen im Keller: Christina Scherrer, Jakob Beubler (als Honecker) und Boris Popovic

© © Anna Stöcher

Unterirdischer Totentanz auf dem Müllhaufen der Geschichte
01/18/2015

Unterirdischer Totentanz auf dem Müllhaufen der Geschichte

Kritik: "Unter Tage - Goodbye Europe II" im Theater Nestroyhof Hamakom

von Peter Temel

Erich Honecker feiert 1989 in seinem leeren Palast 40 Jahre DDR, Rosa Luxemburg räsoniert darüber, was sie alles anders gemacht hätte. In "Unter Tage", dem zweiten Teil der "Goodbye Europe"-Trilogie, lässt Regisseurin und Autorin Bärbel Strehlau im Wiener Nestroyhof Hamakom 25 Jahre nach der Wende Figuren des Sozialismus auf die Gegenwart treffen. Jugendliche warten in einem unterirdischen Bahnhof auf längst abgefahrene Züge, in einem Keller werden Zeugnisse der Vergangenheit geschreddert.

Dargestellt von Christina Scherrer, Jakob Beubler und Boris Popovic, machen die Figuren viele Zeitsprünge, vollführen einen schön choreografierten Totentanz auf dem Müllhaufen der Geschichte. Durch die groteske Szenerie und stimmige Musik gestaltet sich der Abend atmosphärisch dicht, die Dramaturgie ist es weniger. In drei Stunden wird vieles nur angerissen.

Szenisch gelungen ist hingegen die Überleitung zu einer Polit-Diskussion (bei der Premiere Beate Meinl-Reisinger, NEOS, und Klaus Werner Lobo, Grüne). Interessant zu beobachten, wie rasch man da, ausgehend von Utopien, wieder in der Realpolitik angelangt war.

KURIER-Wertung:

INFOS: www.hamakom.at

Szenenfotos zu "Unter Tage - Goodbye Europe II"

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