"Uffizi Diffusi": Museum schickt Meisterwerke auf Tour

"Uffizi Diffusi": Museum schickt Meisterwerke auf Tour
Mit der Verteilung von Kunstschätzen in die Regionen will Direktor Eike Schmidt einen "neuen Tourismus" ankurbeln

Die Uffizien in Florenz: Das war lange Zeit gleichbedeutend mit einem Touristen-Geschiebe und langen Schlangen vor Kassen, Eingängen und Meisterwerken. Der Direktor Eike Schmidt - der seine Bindung nach Florenz bekanntlich über ein Engagement am Wiener KHM gestellt hatte - unternahm während seiner Amtszeit schon einiges, um den Druck vom Museum zu nehmen. Die von ihm schon mehrfach angedachte Dezentralisierung der versammelten Kunstschätze geht jetzt unter dem Titel "Uffizi Diffusi" ("Verstreute Uffizien") in eine neue Phase.

"Uffizi Diffusi": Museum schickt Meisterwerke auf Tour

An bis zu 100 Orten, schwerpunktmäßig in der Region Toskana, sollen ausgewählte Werke aus den Sammlungen der Uffizien verteilt werden, berichten mehrere italienische und internationale Medien.

Die jeweiligen Orte sollen mit der Entstehung der Kunstwerke in Verbindung stehen und so die Verbindung der lokalen Bevölkerung zu ihren Kunstschätzen stärken. Darüberhinaus gehe es darum, neue, stabile Jobs in der Region zu schaffen, erklärte Schmidt gegenüber CNN.

Das gegenwärtige System der italienischen Museen sei zu sehr auf Touristen aus Übersee abgestellt, sagt Schmidt in dem Bericht der US-Plattform. Gleichwohl rechnet er in Post-Pandemiezeiten mit einer Rückkehr des Massentourismus. Die "verstreuten Uffizien" sollten demnach den Druck von Florenz nehmen und einem sanfteren Tourismus in der Region Vorschub leisten. 

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