„Tarzan, der Affenmensch“, 1932, mit Johnny Weissmüller (re.) und Maureen O’Sullivan als Jane (li.)

© /Österreichisches Filmmuseum

Filmmuseum
10/16/2015

Tiere – die heimlichen Filmstars

Filmmuseum zeigt das Tier im Kino - von "Ice Age" bis Lassie

von Werner Rosenberger

Es gibt zwar keinen Oscar für Tiere. Aber zoologisch betrachtet sind die Stars auf vier Beinen in der Filmindustrie tierisch erfolgreich: Ob Lassie, Fury oder Manny, das Mammut, Sid, das Faultier, und Diego, der Säbelzahntiger in "Ice Age", der weltweit erfolgreichsten Animationsreihe.

Der erste Hundeweltstar der 20er-Jahre war Rin Tin Tin, der immerhin auf dem Hollywood Walk of Fame einen Stern erhielt. Dann eroberte Charlie Chaplin als Tramp mit der anhänglichen Promenadenmischung Scraps in "Ein Hundeleben" die Herzen der Filmfreunde. Später sind noch viele Regisseure auf den Hund, auf Affen, Pferde, Delfine oder Vögel gekommen, weil Tiere im Film immer wieder aufs Neue faszinieren.

Retrospektive

Das Österreichische Filmmuseum widmet dem Genre gemeinsam mit der Viennale eine Retrospektive: Heute startet "Animals. Eine kleine Zoologie des Kinos" (16. 10.–30. 11.) und zeigt Filme mit Tieren. Dabei kann sie vor der Kamera kein Schauspieler übertreffen. Denn Tiere spielen nicht. Tiere leben und sprechen uns emotional an – ob als Monster wie in Spielbergs "Der weiße Hai" oder als "vermenschlichte" Wesen in Animationsfilmen, reich an Metaphern und Identitäten: von "Dumbo", dem fliegenden Elefanten, über "Bambi" und "König der Löwen" bis zu "Shaun das Schaf" und "Ein Schweinchen namens Babe".

Auch "Pretty Woman"-Regisseur Garry Marshall gestand einmal: "Wenn ich nicht mehr weiter weiß in einer Szene, dann blende ich einfach ein Tier ein." An Hand von 140 filmisch-tierischen Beispielen zeigt das Filmmuseum das "Leben der Anderen" zwischen Schauermärchen und Screwball Comedy, Gesellschaftsstudie und Thriller, Dschungeldrama und Direct Cinema.

Monster-Crossover

Der vielleicht intelligenteste, komischste und tiefsinnigste aller Tierfilme ist "Bringing Up Baby" ("Leoparden küsst man nicht", 1938) von Howard Hawks mit Cary Grant und Katharine Hepburn. In dem bringen die Tiere alles durcheinander, scheinen das Paar zu entzweien, aber in Wahrheit können nur sie es zusammenführen.

Offiziell angekündigt ist jetzt von Legendary und Warner ein Kampf der Giganten, ein Monster-Crossover von Riesenaffe und -echse: Nach "Kong: Skull Island" (2017) und "Godzilla 2" (2018) sollen die Kreaturen in "Godzilla Vs. Kong" (Kinostart 2020) aufeinandertreffen.

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