© Nikolaus Ostermann

Kritik
05/29/2021

The Notwist im Volkstheater: Schüchterne Stimme, ekstatischer Klangteppich

Die bayerische Indie-Band stellte in Wien ihr neues Album "Vertigo Days" vor

von Brigitte Schokarth

„Kaum zu glauben!“ So eröffnete Markus Acher, Sänger von The Notwist, das erste größere Pop-Konzert in Wien seit dem Lockdown. Dem Publikum im Volkstheater sprach er damit aus der Seele. Zwei Stunden spielten die Bayern dann ihre Mischung aus Indie-Pop, Elektronik-Experimenten, komplexen, perkussiven Beats und punkigen Gitarren.

Ein Instrumentarium fast wie ein Orchester haben The Notwist dafür mitgebracht: Tuba, Saxofon, Melodica, Klangschalen, Vibrafon, Keyboards und jede Menge Boxen, die seltsame Klänge erzeugen.

Leisere Momente gehen in repetitive Passagen über, steigern sich bis zur Ekstase. Songs wie „Into Love Again“ und „Where You Find Me“ vom neuen Album „Vertigo Days“ zeigen, dass The Notwist damit zu den Stärken von früher zurückgefunden haben. Ein brillanter Sänger ist Acher zwar immer noch nicht, aber seine schüchterne, unsichere Stimme passt zu dieser Band. Und die lieferte in Wien mit Songs wie „Into Another Tune“ oder „Consequence“ genug Höhepunkte für einen schönen Abend, der gleichzeitig bewies, dass es auch in dieser Szene einen Weg zurück zur Normalität gibt.

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