© KURIER/Franz Gruber

T. C. Boyle
08/31/2013

Das Leben auf der Insel verfault wie die Früchte auf den Bäumen

Mit "San Miguel" steht der nächste Roman von T.C. Boyle in den Regalen.

von Peter Pisa

Irgendwann muss Pause sein. Man hat ja das Gefühl, andauernd komme Neues von T.C. Boyle in die Buchhandlungen; und ab dem 10. September wird dann auch sein Roman „América“ aus dem Jahr 1995 in Wien gratis verteilt.

Außerdem hat der Kalifornier zuletzt in „Wenn das Schlachten vorbei ist“ über die Insel Anacapa an der kalifornischen Küste geschrieben: Ob man die Ratten ausrotten darf, weil sie das Vogelparadies zerstören ...

Und jetzt die Nachbarinsel San Miguel an der kalifornischen Küste an der Reihe, ebenso einsam. Frauenporträts diesmal, 1888 und 1930.

Staffage

Es ist alles in Ordnung. Soll er nur. T.C. Boyle kann ja sehr oft mitreißend erzählen. Manchmal huscht er halt nur über die Charaktere, sodass sie ziemlich blass ausschauen. Frauen waren bei ihm schon früher nur Staffage, auch in „San Miguel“ sind ihm nicht alle wichtig, und über die Männer brauchen wir uns jetzt überhaupt nicht auszubreiten. Boyle tut’s ja auch nicht.

Die Familien, von denen erzählt wird, sind historisch. Ihre Geschichten werden hintereinander gestellt. Im 19. Jahrhundert ist das Leben mit Schafen reinste Tortur, es gleicht dem Verfaulen der Früchte am Baum. Eine Frau hängt trotzdem Vorhänge auf. Im 20. Jahrhundert geht es Aussteigern besser. Ihr Pioniergeist wird sogar gefeiert. Was neue Probleme schafft.

So weit, so kurz. Für dieses Mal müssen die Informationen reichen.

KURIER-Wertung: **** von *****

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