Wenn die Dusche im Fitness-Studio nur noch der Ort für weitere Demütigungen ist: Dirk Stermann als Werbe-Model in der Midlife Crisis (ab Freitag im Kino)

© /Filmladen Filmverleih

Kultur

"Wann gibt’s schon was zu lachen?"

Das Komiker-Duo Stermann & Grissemann über die schwarzhumorige Kinokomödie "Drei Eier im Glas".

von Peter Temel

04/07/2015, 06:00 PM

Das ist der vertrotteltste Titel, den man sich vorstellen kann! ,Drei Eier im Glas‘ könnte auch der Titel einer Didi-Hallervorden-Komödie sein", meint Christoph Grissemann. "Aber es passt auch. Wenn man sich vorstellt, dass diese drei Typen wie drei Eier im Glas herumschwimmen, ohne zu wissen, wie ihnen geschieht."

In "Immer nie am Meer" steckten er und Dirk Stermann 2007 mit dem Hamburger Komiker Heinz Strunk tagelang in einer Präsidentenlimousine fest. Nun bilden sie erneut ein Kino-Trio gescheiterter Existenzen, das durch Zufall plötzlich eine skurrile Männer-WG bildet.

Grissemann spielt den gelangweilten Erben Dragan Kuhl, der mit seiner eigenen Firma "Thana-Tours" Reisen an morbide Orte wie Tschernobyl anbietet – bis ihm die Lizenz entzogen wird. Barney Schweinheimer (Dirk Stermann) wiederum ist ein in die Jahre gekommenes Model, das nur noch Werbespots für Treppenlifte dreht. Ebenso trist sieht das Leben des versoffenen Musikalienhändlers Michael Kiesel (Strunk) aus, der den Kurs "Sax up your Life" für Singles anbietet.

Armselig

"Es hat etwas Armseliges, wenn fünfzigjährige Männer zum Saxofon greifen, um ihrem Leben wieder Sinn zu geben", meint Grissemann. "Weil das Saxofon das uncoolste Instrument ist, das man sich vorstellen kann."

Stermann: "Es war auch beim Drehen furchtbar. Wir mussten tatsächlich Saxofon spielen. Das war nicht nur armselig, es war unerträglich armselig!" Strunk sei der einzige im Team gewesen, der das Instrument beherrscht. Damit die Klangkulisse nicht allzu enervierend ausfällt, steuert Parov-Stelar-Mastermind Marcus Füreder den ebenfalls saxofonlastigen Elektro-Soundtrack bei.

Klassisches Haarteil

Auffallend armselig wirken zudem die Frisuren des von der Midlife Crisis gebeutelten Trios: Bei Grissemann war es das "klassische Haarteil, das relativ aufwendig reinmontiert wurde". Bei Stermann handelte es sich um Echthaar, "das unheimlich mühsam blond gefärbt werden musste. Meine Kopfhaut war einmal komplett verätzt", meint er. "Das Bescheuerte daran ist: Wir haben das Drehbuch ja selbst geschrieben (mit Heinz Strunk und Regisseur Antonin Svoboda, Anm.). Wenn man genervt in der Maske saß, wusste man, dass man selbst schuld ist." Grissemann: "Mir war wichtig, im Film nicht erkannt zu werden".

Das ROMY-nominierte Duo wollte die Szenerie im Film bewusst "desolat und heruntergekommen" halten. "Die Grundvoraussetzungen der drei Protagonisten sind schon denkbar trist" erklärt Grissemann. "Aber sich in dieser Verzweiflung eine gewisse desolate Heiterkeit zu leisten, das war uns wichtig. Zu lachen gibt’s nicht viel. Aber wann gibt’s schon was zu lachen im Leben?" Im Gegensatz zu ihrer Late-Night-Show "Willkommen Österreich" wurde in "Drei Eier im Glas" (KURIER-Premiere am Dienstagabend) eher Situationskomik bedient, meint Stermann. "Es sind keine klassischen One-Liner. Die Vorstellung, richtige Witz-Dialoge zu schreiben, wäre furchtbar gewesen. Wir wollten, dass sich das durch eine fröhliche Resignation auszeichnet."

Eine dieser Situationen spielt sich ab, wenn Alt-Model Barney in der Muckibude beim Duschen zu sehen ist. "Ich bin ja kein Schauspieler" sagt Stermann. "Für mich war es gar nicht ohne, mich da nackt hinzustellen. Es war albern und grotesk, einen Vormittag lang nackt mit Bodybuildern unter der Dusche zu stehen. Die haben vorher extra noch eine Stunde gepumpt, damit ihre Muckis so richtig rauskommen".

Auch wenn es neben diesem noch einige schräge Momente im Film gibt, bleibt Grissemann dabei: "Der Film ist keine Komödie. Es ist eher ein seltsames Märchen, das da gezeigt wird. Mir hat gefallen, dass das so pointenlos ist – Ulrich Seidl mit Perücken!"

INFO: Parallel zum Kino und zu ihrer ORF-Show "Willkommen Österreich" (jeweils Dienstag, 22.05 Uhr) sind Stermann & Grissemann auch auf Österreichs Bühnen antreffen. Aktuell spielen sie gemeinsam mit Naked Lunch-Frontman Oliver Welter das Drei-Mann-Stück "Für die Eltern was Perverses" im Wiener Rabenhof (sowie den Bundesländern). Als Duo kann man die Herren im Kabarettprogramm "Stermann" und in der Loriot-Lesung „Die Ente bleibt draußen“ live erleben.

(Interview: Peter Temel)

www.stermann-grissemann.at

Das gesamte Gespräch mit Stermann & Grissemann

KURIER: Der Titel „Immer nie am Meer“ wurde damals einfach einem Stermann-und-Grissemann-Buch entliehen. Wie kam es zu „Drei Eier im Glas“?

Grissemann: Das ist der vertrotteltste Titel, den man sich vorstellen kann! Insofern hat der irgendwie was. Passt auch zum Film. Wenn man sich vorstellt, dass diese drei Typen im Film auch wie drei Eier in einem Glas herumschwimmen, ohne zu wissen, wie ihnen geschieht.

In Österreich wird „du Ei“ ja auch als Schimpfwort verwendet. Versteht man das auch in Deutschland?

Stermann: Ich glaube, ja. Die Titelidee kam ja auch von Heinz Strunk.

Grissemann: Es könnte auch der Titel einer Didi-Hallervorden-Komödie sein Es. Da wären die Leute aber sehr enttäuscht, wenn sie in den Film gehen. Wir wollten die Leute mit dem Titel ins Kino locken. Ein Feelgood Movie! (lacht)

Sie haben den Film zu viert geschrieben. War die Handlung schnell da, oder hat man zuerst einzelne Pointen formuliert?

Grissemann: Pointen gibt es in dem Sinn ja keine. Aber die Handlung war eigentlich relativ schnell da.

Stermann: Die Figuren waren auch schnell klar, und auch, welche Haltung sie haben. Dass sie aus dem Leben gekippt sind und in einer Art fröhlichen Resignation miteinander vor sich hin leben.

Hat sie das Thema Midlife Crisis generell interessiert?

Stermann: Es ist leichter, Figuren im Scheitern zu beobachten, die sich davon aber nicht so unterkriegen lassen. Die weitermachen, obwohl es überhaupt keinen Grund gibt weiterzumachen. Und man braucht auch nichts. In der Form, in der die drei Leben, kann man auch leben, ohne dass man Erfolg nach außen hat. Das funktioniert.

Scheitern als Chance?

Stermann: Genau. Wenn du nichts erwartest und nichts willst, dann bist du frei. Das gilt auch für diese Drei. Darum haben sie dann nur noch ihre Bademäntel an. Sie machen sich frei von allem. Sie sind der Welt wurscht, aber die Welt ist ihnen genauso wurscht.

Wie kam man auf den Saxofon-Kurs?

Grissemann: Da haben wir das Talent von Herrn Strunk ausgebeutet. Er ist der einzige, der Saxofon spielen kann. Und es war uns auch wichtig, dass das ein möglichst uncooler Kurs ist. Saxofonkurs - das klingt schon so schrecklich. Weil das Saxofon das uncoolste Instrument ist, das man sich vorstellen kann. Das hat auch so etwas Armseliges, wenn fünfzigjährige Männer zum Saxofon greifen, um ihrem Leben wieder Sinn zu geben. Da steigen mir schon Tränen der Rührung in die Augen. Daher ist das glaub ich besser als Gitarre- oder Salsa-Kurs.

Die Szenerie im Saxofonkurs hat mich an Helge Schneiders Film „Jazzclub“ erinnert …

Stermann: Wobei Helge Schneider ja tatsächlich Musiker ist. Uns ging‘s ja nicht um die Musik, sondern nur um Armseligkeit. Es war ja auch tatsächlich beim Drehen furchtbar. Wir musste immer wieder Saxofon spielen. Es war nicht nur armselig, es war unerträglich armselig!
Ein Saxofon schaut auch irgendwie so deppert aus. Wenn du das bläst, schaut es einfach nicht gut aus. Und die Vorstellung, als Single durch das Saxofon eventuell eine Frau finden zu können, ist völlig bizarr.

Früher galt es einmal als erotischstes Musikinstrument …

Grissemann: Das war aber tiefste Achtziger-Jahre, das hat sich geändert …

Warum hat das für Sie so gut zum Film gepasst?

Grissemann: Alles in dem Film sollte desolat, sehr heruntergekommen, armselig und trist sein. Er ist im Film ist Treppenlift-Model, ich bin mit Berufsverbot gesegnet, Strunk ist heilloser Alkoholiker mit furchtbarem Verhältnis zu seinem Vater. Also die Grundvoraussetzungen der drei sind schon denkbar verzweifelt. Aber in dieser Verzweifeltheit nicht zu verzweifeln, sondern sich eine gewisse desolate Heiterkeit zu leisten, das war uns wichtig. Zu lachen gibt’s nicht viel. Aber wann gibt’s schon was zu lachen im Leben?

Lachen kann zum Beispiel bei den Ausschnitten aus der Sitcom „Verliebt in eine Leiche“, die im Film gezeigt werden. Ist da vielleicht ein Spin-Off geplant?

Grissemann: Das wäre glaube ich sehr erfolgreich. Bei unserer „Leiche“ im Film sieht man glaub ich, dass sie lebt …

Stermann: Die Leiche hat ein Statist gespielt. Wir wollten Georg Friedrich. Aber der wollte zuviel Gage haben. Das war nicht im Budget drin. Wir dachten: Gut, einen Toten kann bald wer spielen.

Wobei es nicht unbedingt einfach ist …

Stermann: Nicht einfach, aber er hat das gut gemacht.

Habt ihr schon einmal eine Leiche gespielt?

Grissemann: Noch nie.

Stermann: Wir warten seit Jahren auf die "Tatort"-Anfrage …

Als Doppelleiche?

Stermann: Genau. Es gab einen Kärnten-Tatort, da war eine Dartscheibe im Bild, auf der ein Foto von uns zu sehen war. Die Kärntner Polizisten haben mit Pfeilen auf uns geworfen. Wir waren also quasi durchlöchert, immerhin.

Hat das Bezug auf die Aufregung um die Haiderwitze in „Willkommen Österreich“ genommen?
Stermann: Es hat darauf angespielt. Das war bis jetzt auch unser größter cineastischer Erfolg. Eine Sekunde lang als Dartscheibe im Fernsehen zu sein.

Wäre ein Krimi ein Thema für euch?

Stermann: Nichts in Planung. Also nein.

Thema Haare: „Drei Eier im Glas“ zeichnet sich auch durch seltsame Haartracht aus.

Stermann: Bei mir war’s Echthaar, das unheimlich mühsam gefärbt werden musste. Du kannst graue Haare nicht einfach blond färben. Meine Kopfhaut war dazwischen einmal komplett verätzt, weil es dazwischen orange wurde. Das würde ich nie mehr machen …

Hauptsache, nicht Seniorenviolett …

Stermann: Genau, das gibt’s auch. Ich föhne nie meine Haare. Ich finde das schrecklich. Da wurde ich stundenlang morgens geföhnt …

Sie waren während der Dreharbeiten auch ein paar Wochen lang erblondet im Fernsehen zu sehen. Wie hat das Umfeld reagiert?
Stermann: Nicht gut. Weil‘s nicht gut aussieht. Aber für die Kunst …

Grissemann: Bei mir war es das klassische Haarteil, das mir war relativ aufwendig reinmontiert wurde. Da bin ich jedes Mal eine Stunde in der Maske gesessen.

Stermann: Das Bescheuerte daran ist: Wir haben das Drehbuch ja selbst geschrieben. Wenn man genervt in der Maske saß, wusste man, dass man selbst schuld ist.

Grissemann: Mir war wichtig, im Film nicht erkannt zu werden.

Euer Late-Night-Talk „Willkommen Österreich“ ist hauptsächlich auf Pointe geschrieben. Wie war es für euch, im Film anders zu agieren?

Grissemann: Eine willkommene Abwechslung. Es wäre das schlimmste gewesen, eine tatsächliche Komödie mit vorgefertigten Pointen zu machen. Ich finde, der Film ist ja auch gar keine Komödie. Er hat nichts Komisches. Es ist eher ein seltsames Märchen, das da gezeigt wird. Mir hat gefallen, dass das so pointenlos ist. Ulrich Seidl mit Perücken! (lacht)

Stermann: Es ist tatsächlich ein Märchen. Bremer Stadtmusikanten auf Mensch. Drei alte Rösser, zum Schlachten freigegeben, die aber, statt sich schlachten zu lassen, Saxofon spielen. (lacht)

Grissemann: Wobei man sagen muss, das hätten wir auch gar nicht zustande gebracht. Da sind die Vorbilder einfach zu groß. Es gibt ja tolle Filme, die einen Gag nach dem anderen liefern. „Nackte Kanone“ finde ich noch immer großartig. Aber da kannst du unmöglich mitrittern. Und bevor wir da einen viertellustigen Kabarettfilm machen: Lieber gar keine Pointen.

Wobei es jetzt kokett wäre zu sagen, das ist überhaupt kein Film zum Lachen.

Stermann: Man kann über Situationen lachen, aber es sind nicht die klassischen One-Liner wie im Fernsehen. Also die Vorstellung, richtige Witz-Dialoge zu schreiben, wäre furchtbar gewesen. Wir wollten, dass sich das durch eine fröhliche Resignation auszeichnet. Das interessiert uns. Und so sind die Figuren auch.

Eine gewisse Situationskomik birgt auch die Duschszene. War die schnell im Kasten?

Stermann: Ich bin ja kein Schauspieler. Ich weiß, Schauspieler ziehen sich immer sofort aus, alle. Für mich war das im Film gar nicht ohne, mich da nackt hinzustellen. Es war albern und grotesk, einen Vormittag lang nackt mit Bodybuildern unter der Dusche zu stehen. Die haben vorher extra noch eine Stunde gepumpt, damit ihre Muckis so richtig rauskommen.

Und wie haben Sie sich auf die Szene vorbereitet?

Grissemann: Wie immer gar nicht!

Stermann: Ich wusste: Duschen kann ich, das habe ich schon mal gemacht. Den Body … Ich habe halt versucht, nicht zu fett auszusehen. Mehr war nicht drin, ich habe alles gegeben.

Wir haben sie Ingrid Birkhard, die Dragan Kuhls Mutter spielt, erlebt?

Grissemann: Wir waren begeistert. Sie braucht gar nicht viel zu sagen und sieht bereits gut aus. Das war uns eine große Freude!

Wurden in Ansätzen auch biografische Sachen in der Handlung versteckt?

Grissemann: Schon. Strunk hat zum Beispiel tatsächlich seine Mutter bis zum Tod gepflegt. Die Figur dieses pflegebedürftigen Vaters hat er schon auch deswegen reingeschrieben, weil er sich auskannte, wie das ist. Er spielt das auch gut.

Stermann: Er kannte auch die Situation, jemanden zu pflegen und beschimpft zu werden. Es gab einen Moment bei den Dreharbeiten, wo er sich gar nicht fassen konnte, weil es ihn wirklich berührt hat. Es ist dann schon ungewöhnlich, wenn du einen Freund am Set weinen siehst. Das ist sehr unüblich für unser Genre.

Hatte die Arbeit an dem Film auch etwas therapeutisches?

Stermann: Also, die Villa war angenehm kühl - bei heißen sommerlichen Temperaturen.

Grissemann: Ich könnte nicht sagen, dass ich mich nachher besser gefühlt habe als vorher.

Aber auch nicht schlechter?

Grissemann: Na ja, die Dreharbeiten waren natürlich auch furchtbar. Verglichen mit dem, wie wir sonst arbeiten, ist es das exakte Gegenteil. Wenn man einmal fünf Stunden warten muss, um dann einen Halbsatz aufzunehmen, das kann schon enervierend sein. Also, wenn man mich nicht zwingt, werde ich keinen Kinofilm mehr machen. Das Team war schon nett, aber ich bin sehr auf Nadeln gesessen.

Acht Jahre sind vergangen seit „Immer nie am Meer“. Gibt’s in acht Jahren vielleicht doch noch ein Kinoprojekt?

Grissemann: Man könnte es vielleicht noch zur Trilogie machen: „Immer nie am Meer!“ – ein Actionfim ohne Action. „Drei Eier im Glas“ – Humorfilm ohne Lacher. Der dritte Filmm ist dann ein Krimi ohne Spannung.

Stermann: Ohne Fall!

War die Arbeitsweise sehr unterschiedlich im Vergleich zu „Immer nie am Meer“?

Stermann: „Immer nie am Meer“ war ja eher wie ein Kammerspiel. Jetzt mussten wir auch der Körper sein. Martin Gschlacht als Kameramann war total wichtig.

Am Schluss spielt auch ein Youtube-Wunder eine Rolle. Auch ihr hattet mit der „Deutschen Kochschau“ Erfolg im Internet.

Stermann: Das spielt ein bisschen rein. Aber es wird unglaublich viel Vollscheiß im Internet ein Wunder. Für den Film fanden war es dann gut, dass aus diesem Saxofonkurs, der sonst nur von sechs Leuten auf Youtube angesehen wird, die den Kurs noch dazu nicht liken, dass dann plötzlich so etwas Großes entstehen kann ohne eigenes Zutun.

Bei „Willkommen Österreich“ haben eure Gäste immer die Möglichkeit, ihre eigenen Schöpfungen zu platzieren …

Stermann: Wir hatten die Idee, bei uns selbst in der Show zu Gast zu sein. Wir wollten uns selbst interviewen. Das hätten wir ganz lustig gefunden. Die Rechtsabteilung des ORF meinte aber, es sei nicht erlaubt eigene Sachen zu bewerben.

Wird es wieder einmal kleinere Innovationen beim Konzept von „Willkommen Österreich“ geben?

Grissemann: Es wäre hoch an der Zeit, wieder etwas zu tun. Interessanterweise ist es aber so: Je weniger du veränderst an der Show, desto stabiler sind die Quoten. Die Redaktion war da immer perplex. Obwohl wir eingefahrene Bahnen befahren, schauen es sich die Leute gerne an. Jede Veränderung birgt Gefahr. 10 Minuten Witze, maschek, Hermes, zwei Gäste, Russkaja. Solange es die Sendung gibt, wird es so sein.

Stermann: Das System bleibt das System. Late Night bleibt Late Night.

Ist das Kapitel Song Contest für euch endgültig abgeschlossen?
Grissemann: Das Kapitel ist tatsächlich komplett beendet. Da gibt es auch nichts, was uns jemals zurückholen könnte. Das ist wirklich over. Und es ist auch gut so, dass es vorbei ist.

Gab es aktuell Pläne, weil der Song Contest in Wien stattfindet?

Grissemann: FM4 wollte wieder, dass wir es moderieren, aber wir haben sofort abgewunken. Da würde man auch irgendwie so seine eigene Legende zerstören, wenn man das noch mal macht. Jetzt ist das noch irgendwie in ganz guter Erinnerung in den Köpfen der Leute. Es gibt keinen Grund, da wieder aufzutauchen.

Stermann: Es ist auch einfach nicht interessant genug.

Grissemann: Das war es früher aber auch nicht.

Stermann: Ich meine: Nicht interessant genug, um jetzt noch einmal etwas zu machen. Es ist mir den Aufwand nicht mehr wert. Früher war das wie ein komisches Spiel, das die Leute lustig fanden.

Werden Sie sich den ESC ansehen?

Grissemann: Wenn ich zufällig zuhause bin, schon. Aber ich würde nicht extra dafür zuhause bleiben . . .

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