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04/30/2016

Stars der Woche: WALKING ON CARS

Die irischen Durchstarter "Walking on Cars" live im Wiener Flex. Und im "freizeit"-Interview. Dazu eine Playlist mit den besten Gigs im Mai. Von Birdy über Mumford & Sons und David Duchovny bis Viech.

von Andreas Bovelino

Eine junge Band aus Irland sorgt derzeit mit Powerpop, viel Emotion, einer Prise Indierock für Schlagzeilen. Und volle Konzerthallen. Walking On Cars spielen am 7.5. im Wiener Flex. Davor haben sich Patrick Sheehy, Paul Flannery, Evan Hadnett, Sorcha Durham und Dan Devane mit mir getroffen, um ein wenig über Musik zu plaudern. Und andere wichtige Dinge.

Vorweg: Gratulation zur Debüt-CD. "As We Fly South" ist einer meiner Lieblingssongs dieses Frühjahrs. Transparent, luftig, gefühlvolle Electronics...
Alle: Oh wow, danke!
Dan Devane (Gitarre) zu Evan Hadnett (Drums): Siehst du, ich hab's dir gesagt, der total komprimierte Drum-Sound macht's.
Paul Flannery (Bass): Ja, und Sorchas Synthies.
Patrick Sheehy (Vocals): Es ist eigentlich ein ziemlich alter Song von uns, an dem wir ein bissl rumgespielt haben. Es könnte schon eine neue Richtung sein, in die wir gehen wollen. Deshalb ist es doppelt cool, wenn er dir gefällt.
Evan Hadnett: Ja, aber du solltest auch das Original hören. Im 3/4-Takt. Das war schon auch sehr gut. Ziemlich folky, ich schick dir mal eine mp3...

Es scheint, bei euch sind wirklich alle an den Kompositionen beteiligt?
Sorcha Durham: Ja, einer hat die Idee für eine Akkordfolge und wir spielen gemeinsam damit rum, bauen sie aus, reduzieren sie - was auch immer. Oder jemand hat grad eine Melodie im Kopf und wir suchen gemeinsam nach den passenden Harmonien, dem richtigen Sound. Das funktioniert sehr gut. Wir wohnen während dieser Phase gern auf einem alten Bauernhof zusammen und tüfteln rum.
Dan Devane: Ja, es ist erstaunlich in welche Richtung sich die eigenen Ideen durch die Gruppendynamik entwickeln. Richtig spannend. Auch Songs, die wir schon live gespielt haben, die eigentlich so, wie sie sind, schon funktionieren sind nicht vor Veränderungen sicher.

Aber die für euch typischen hochemotionalen Texte sind von Patrick, oder? "Don't Mind Me..." und so..,
Patrick Sheehy: Ja, die sind von mir allein. Hochemotional? Stimmt. Bei manchen Songs von denen ich eine Aufnahme höre, denke ich mir selbst: Mann, wie bist denn du drauf?

Wie hat euch selbst eigentlich euer plötzlicher Erfolg überrascht?
Patrick: Sheehy: Na ja, sooo plötzlich kam der gar nicht. Wir spielen jetzt seit fast zehn Jahren zusammen, haben sehr viele Live-Gigs in der Region gespielt, aus der wir kommen. Später dann ganz Irland, England. Wir hatten schon eine ziemliche Fangemeinde, bevor wir "Everything This Way" herausgebracht haben.
Sorcha Durham: Wir waren eigentlich vor zwei Jahren schon so weit, eine CD aufzunehmen. Das ist dann aufgrund von Schwierigkeiten mit unserem damaligen Label gescheitert.

Als ihr euch kennengelernt habt, wart ihr noch in der High School. Gemeinsam habt ihr rasch euren Stil im Indiepop gefunden. Was war eigentlich euer musikalischer Background?
Dan Devane: Rock und Metal.
Sorcha Durham: Klassik.
Paul Flannery: Indierock. Metal.
Patrick Sheehy: Punk und Hardcore.
Evan Hadnett: Indierock.

Patrick, mit deiner "Engelsstimme" Punk und Hardcore zu singen, stell ich mir ungewöhnlich vor...
Patrick Sheehy: Ja, ich muss zugeben, ich war auch nicht besonders gut. Die Sache mit dem Brüllen klappte bei mir einfach nicht.

Ihr kommt alle aus dem beschaulichen Dingle im Südwesten Irlands. Ein Städtchen mit 1.900 Einwohnern. War Musik machen so etwas wie ein Ausweg? Oder einfach die einzige Beschäftigung, die sich Jugendlichen bot?
Dan Devane: Viel gab's wirklich nicht. Also außer der Musik, die wir mit unseren Freunden eben selbst machten...
Sorcha Durham: Viel gab's sonst für Jugendliche wirklich nicht zu tun...
Paul Flannery: ... außer nachts über parkende Autos zu laufen.

Deshalb der Name?
Paul Flannery: Ja, findest du ihn blöd? Kindisch?

...
Sorcha Durham: Jaaa, vielleicht wirklich. Aber die Leute in Irland kennen ihn eben schon. Und er klingt gut, zumindest auf Englisch.

Zwei Fragen zum Abschluss: Habt ihr einen Musiktipp für mich?
Sorcha Durham: Hör dir "Nao" an, eine junge Engländerin, die elektronische Musik macht. Richtig gut.
Alle: Ja, sie ist cool.

Und: Kommt Jon Snow zurück?
Sorcha Durham: Natürlich!
Dan Devane: Klar, Melisandre macht das. Egal wie alt sie ist.
Paul Flannery: Er muss zurückkommen, schon allein um Ramsey Bolton in den Arsch zu treten.
Sorcha Durham: Außerdem ist er ein Targeryan. Der Sohn von Rhaegar und Lyanna!
Patrick Sheehy: Worüber sprechen die?
Evan Hadnett: Ach, so eine Serie über Drachen und Schwerter und Eiszombies. Nichts für dich Pat, viel zu viel Gewalt.

Bald auf einer Bühne in eurer Nähe

BIRDY: Keeping Your Head Up - Perfekter Pop von einer 19-jährigen Britin, die auch Vergleiche mit der großen Kate Bush nicht zu fürchen braucht. 1.5. Konzerthaus Wien

METHOD MAN & REDMAN: Rite - Einer der legendärsten Rapper von allen. Und der bissigsten. 5.5., Stadthalle, Wien

WALKING ON CARS: As We Fly South – Hoch emotionaler Pop aus Irland. Hat was. 7. 5., Flex, Wien

MUSE: Sunburn – So schön wie 1999 wurde es nie wieder. Aber gut. 9. 5., Stadthalle, Wien

DAS TROJANISCHE PFERD: Fahrstuhlmusik/Mein Herz – Dagegen können alle Superstarsongwriter einpacken. 15. 5., Chelsea, Wien

MUMFORD & SONS: Babel – Inzwischen machen die Briten Rock. Aber ihre Folk-Hits werden s’ auch spielen. 19. 5., Stadthalle, Wien

DAVID DUCHOVNY: Stars – Der „Akte X“-Agent auf Folkrock-Abwegen. Und? Die Wahrheit ist irgendwo da draußen ... 19. 5., Arena, Wien

AC/DC: You Shook Me All Night Long – Unverwüstlicher Schweinerock. Das wird auch mit Axl funktionieren. Hoffentlich. 19. 5., Ernst Happel Stadion, Wien

YASMO & DIE KLANGKANTINE: Eigentlich kein Hip-Hop – Die Rapperin und Spoken-Word-Künstlerin in Bestform. 21. 5., Remise, Bludenz

ALEXANDER HACKE & DANIELLE PICCIOTTO: The Circuit - Der Knuddelbär der eingestürzten Neubauten und seine Love-Parade-Liebste. Sehr charmant. 22.5., B72, Wien

THANKS: The Weight, The Worry – Dynamischer Bluesrock aus Portland. 23. 5., Weekender Club, Innsbruck

ELEANOR FRIEDBERGER: Because I Asked You – Und ich hab auch eine Frage: „Eleanor, will you marry meee?“ 26. 5., Chelsea, Wien

VIECH: Zentrale - Ob "Steuermann" oder "Yeah", die Steirer sind eine Klasse für sich. 28.5., Cselley Mühle, Oslip

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