Kultur
08.07.2017

Stars der Woche: HAIM

Damenkapellen – so lautet der korrekte Terminus. Der trifft auch auf die superhippen HAIM zu, die gerade ihre hervorragende zweite CD "Something To Tell You" veröffentlicht haben. Genau wie die Riot Grrrls oder die Girl-Rock-Ikonen The Runaways stehen sie in der Tradition reiner Frauen-Combos, die in der goldenen Jazz-Ära der 1920er für Staunen sorgten. Und von Billy Wilder mit „Manche mögen’s heiß“ ein filmisches Denkmal gesetzt bekamen. Wurden sie ernst genommen? Nicht immer, aber die Zeit ist mehr als reif dafür. Hier ein Überblick der wichtigsten Vertreterinnen der Genres.

Alana, Danielle und Este HAIM aus dem San Fernando Valley in Kalifornien sind in erster Linie mal hervorragende Musikerinnen. Was sie von einigen der frühen Damenkapellen, die oft als exotische Attraktion für ihr männliches Publikum gegründet wurden, unterscheidet. Allerdings auch von vielen Buben-Bands. Alle drei spielen einige Instrumente, Danielle tourte jahrelang als Gitarristin mit Julian Casablancas (The Strokes) und Jenny Lewis. Schlagzeug können sie alle, das haben sie von ihrem Papa, einem versierten Drummer, quasi in die Wiege gelegt bekommen. Live hilft ihnen ausgerechnet auf dem Instrument mit Dash Hutton der einzige Mann aus, aber in „Manche mögen’s heiß“ blieb Marilyn Monroes Band ja auch nicht ganz ohne männliche Unterstützung ...

Auf ihrer neuen CD „Something To Tell You“ zeigen sie vom ersten Track („Want You Back“) an den Willen zum ganz großen Song der Marke Prince. Das Können auch, eine bessere Poprock-Platte werden wir heuer nicht serviert bekommen.