Stars auf Abwegen: Wir können auch anders!

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Foto: Ed Miles   

Schuster bleib bei deinem Leisten? Mit uns nicht, sagen dazu Stars wie Robert Plant und Charlie Watts. Der Stones-Zeugler etwa macht gern Jazz – und ist bei Weitem nicht der einzige, der einen musikalischen Seitensprung wagt.

CHARLIE WATTS

July 8 2015 Detroit Michigan U S CHARLIE WATTS of Foto: imago/ZUMA Press/imago stock&people Seit Jahrzehnten trommelt er stoisch für die dienstälteste Rock-Band der Welt, die Rolling Stones. Aber der 75-Jährige hat auch eine weniger bekannte Leidenschaft: Er jazzt für sein Leben gern. Im April kommt sein neuester Streich auf den Markt: „Charlie Watts Meets The Danish Radio Big Band“. Supercooler Big-Band-Jazz, inklusive Bearbeitung von „Paint It Black“ aufgenommen in der Konzerthalle Kopenhagen. An die Verkaufszahlen von Stones-Alben wird er wohl nicht herankommen. Charlie wird’s egal sein.

DAMON ALBARN

Warner Music… Foto: Warner Music Mit seiner Band Blur war der Londoner in den 90ern der König des Britpop. Dass er im neuen Jahrtausend Erfolge mit Sounds zwischen Elektronik und Hip-Hop (Gorillaz) feierte, könnte man als logische Weiterentwicklung verbuchen. Ungewöhnlich ist allerdings sein Faible für afrikanische Musik. 2002 veröffentlichte er nach einer Reise „Mali Music“, er besucht immer wieder auch Nigeria, nahm im Kongo „Kinshasa One Two“ (2011) auf und gründete den „Africa Express“, um afrikanische Künstler zu promoten.

JOSÉ JAMES

Universal Music… Foto: Universal Music Der 39-Jährige aus Minneapolis war die große Hoffnung des Jazz, Billie Holiday und John Coltrane galten als seine „musikalischen Eltern“. Er absolvierte die renommierte „School of Jazz“ in New York. Spätestens mit dem Tech-Rock-Rap von „Every Little Thing“ (2014) stellte er klar, dass er auch ganz anders kann. Böse. Und richtig gut. Auch auf seiner neuen CD „Love In A Time Of Madness“ kehrt er nicht zum Jazz zurück. Gut und spannend gedrechselter R’n’B und dazu eine wunderbare Roots-Ballade: „Let It Fall“. Schön.

ROBERT PLANT

Als Sänger von Led Zeppelin definierte er den Rock bis zum heutigen Tag. Und wahrscheinlich noch für die nächsten Jahrzehnte. Erstaunlich, dass er ein echtes Faible für sanfte Country-Klänge hat. Mit Alison Krauss ließ er es raus und bekam gleich fünf Grammys dafür (2009). Weniger breitenwirksam ist seine Arbeit mit dem Afrocelt Sound System: Irische und westafrikanische Musik, dazu Rock und Elektronik. Der 68-Jährige hat viele Interessen. Schön!

FINK

fink a0066109_tommynlance… Foto: mm fink tommy n lance Fin Greenall aus Cornwall war ein gefragter DJ und Producer für Electronic Dance Music. Guter Job, gutes Geld, die angesagten Labels rannten ihm die Türe ein. Im Grunde seines Herzens war er allerdings Songwriter. Vor zehn Jahren schmiss er den Techno über Bord und reüssiert seitdem als Mann mit Bart, Akustikgitarre – und saustarken Songs. Am 8. April auch im Wiener Porgy & Bess.

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Playlist: Wir können auch anders!

CHARLIE WATTS, JOOLS HOLLAND & FRIENDS: Honey Dripper

BEASTIE BOYS: Sabrosa

ROBERT PLANT & ALISON KRAUSS: Your Long Journey

ARETHA FRANKLIN: Nessun Dorma

DAMON ALBARN: Hallo

JOSE JAMES: Every Little Thing / Und hier mit seinem Billie Holiday-Programm

ROBERT PLANT & AFROCELT SOUND SYSTEM: Life Begin Again

FINK: Looking Too Closely

TOMMY BOLIN (W. BILLY COBHAM): Stratus

CHARLIE WATTS QUINTET: I've Got A Crush On You

(KURIER freizeit am Samstag) Erstellt am
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