Danny Clinch/Universal Music

© Danny Clinch/Universal Music

Multimedia
10/15/2016

Star der Woche: NORAH JONES

Die Welt ist schön, sogar im grauen Spätherbst: Mit der neuen Scheibe von Norah Jones nämlich. Außerdem:Großartige neue CDs von Luisa Maita, Laura Rafetseder, Conor Oberst und Fritz Kalkbrenner. Und eine Playlist für amerikanische Highways. Und V8-Motoren natürlich...

von Andreas Bovelino

Man kann NORAH JONES für sehr viele Dinge lieben. Wie sie seit ihrem Sensations-Debüt vor 14 Jahren („Come Away With Me“) unbekümmert immer wieder Neues ausprobiert hat. Songwriterei, Blues, Folk, sogar Country in der Supergroup „Little Willies“ und mit ihren Freundinnen von „Puss ’n’ Boots“. Für ihren Mut zur Elektronik in der Zusammenarbeit mit Producer Danger Mouse. Und auf alle Fälle auch für ihre schauspielerischen Fähigkeiten in „My Blueberry Nights“ an der Seite von Jude Law.

Aber jetzt hat sich die studierte Jazzpianistin wieder ans Klavier gesetzt, kehrt quasi zu ihren Anfängen zurück – und stellt die ganz locker und in grandioser Weise in den Schatten. „Day Breaks“ ist ein phänomenales Album, an der Seite von Wayne Shorter, Lonnie Smith und John Patitucci läuft Jones sowohl am Klavier wie auch gesanglich zur absoluten Höchstform auf. Die nie auf bloßen Effekt abzielt. Dafür ist sie eine viel zu gute Songwriterin, wie praktisch alle Tracks, vor allem „Burn“, „Tragedy“, das zart bedrohliche „Day Breaks“ und das beinahe hymnische „Don’t Be Denied“ zeigen. Und ihre Bearbeitung von „Peace“ – oh mein Gott! Die Welt ist gut, solange es Musik wie diese gibt – damit lässt sich sogar der Herbst überstehen.

SONGWRITER
SWIMMING IN THE ARCTIC SEA
LAURA RAFETSEDER

Es war schon immer ihre Stimme, die einen fesselte. Wärme, Trost, Melancholie, Melodik – alles da. Da braucht’s nicht viel mehr. Schön, dass Rafetseder auf diese Stimme mehr und mehr vertraut und uns auf dieser CD zehn echte Songperlen schenkt. Lichte, durchlässige Arrangements, Akustikgitarren, hier und da ein wenig Piano, Geigen, Mundharmonika, dezente Percussion lassen Tracks wie „Beating Heart“, „Blues In Your Lover’s Eyes“, „Late Autumn“, „Rocket Science“ und „Suite“ tatsächlich scheinen und funkeln. Wunderschön. (Lindo)

DANCE
GRAND DEPART
FRITZ KALKBRENNER

Der kleine Bruder von Super-DJ Paul Kalkbrenner hat sich längst selbst einen Namen gemacht. Sein Rezept: Fette Technobeats mit einer Melodie anzureichern, die man beim besten Willen nicht mehr aus dem Kopf kriegt. „Get A Life“, „Void“ – alles klar? Das funktioniert auch auf der neuen CD prächtig, „Don’t You Say“, „In This Game“ sind maximale Durchstarter. Auch seine instrumentalen Tracks („Rain Parade“) funktionieren prächtig – weil Kalkbrenner auch eine richtig gute Hand als Producer und Arrangeur hat. Nichts zu meckern. ( BMG)

DOWNBEAT/LATIN
FIO DA MEMORIA
LUISA MAITA

Vorweg: Das ist eines der coolsten Alben, die ich heuer gehört habe. Auf ihrem Debüt 2011 hat sich die junge Brasilianerin noch mit traditionellen Bossa- und Samba-Themen beschäftigt. Hübsch. Die Zeit hat sie aber offensichtlich genutzt, um sich intensiv mit aktueller Elektronik à la James Blake und Sohn zu beschäftigen. Der daraus entstandene Mix ist ganz einfach großartig. Bedrohliche Synthies wabern („Around You“), eine Indierockgitarre spielt Samba („Olé“) und auch ein potenzieller Samba-Klassiker wie „Porao“ wird gefühlvoll zerhackt. Perfekt. (Cumbancha)

SONGWRITER
RUMINATIONS
CONOR OBERST

Wow, ich habe gar nicht gewusst, wie sehr ich den folky Songwriter Conor Oberst vermisst habe. So sehr ich auch den Rocker Conor Oberst schätze. Aber wenn er beim zweiten Track mit dem wunderbaren Titel „Barbary Coast“ die Wanderklampfe umschnallt, um seinen shaky Bariton zu begleiten, ist das beinahe so wie Nachhause-Kommen. Einfach wunderschön. Vielleicht ja, weil er alle Songs zuhause aufgenommen hat, ganz allein in Omaha. Beinahe so wie früher, ohne Firlefanz – und so kommen seine Stimme und seine klugen, traurigen Texte richtig zur Geltung. (Warner)

WINTERSLEEP: America

PEARL JAM: Yellow Ledbetter

CAKE: Short Skirt / Long Jacket

WEEZER: Undone

THE WAR ON DRUGS: Red Eyes

NEIL YOUNG: Hey Hey, My My

ZZ TOP: Cheap Sunglasses

MINISTRY: Jesus Built My Hot Rod

KYUSS: Demon Cleaner

LED ZEPPELIN: The Rover

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