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Multimedia
06/04/2016

Star der Woche: DANA FALCONBERRY

Der Songwriterin Dana Falconberry ist mit "From The Forrest Came The Fire" eine gloriose Verbindung beinahe archaischer amerikanischer Tradition und zeitgemäßer Popmusik gelungen. Außerdem neue CDs von The Kills, James Blake, Brisa Roche und der aktuell besten Rockband des Landes: Vergesst Wanda & Co. - hier kommen Lian.

von Andreas Bovelino

Ihre Musik ist so pur wie die Ozarks, dieses Herzland Amerikas zwischen Oklahoma, Arkansas, Missouri und Kansas. Mehr Landei-Tradition geht eigentlich nicht. Gleichzeitig ist sie dringend zeitgemäß, voll im Hier und Jetzt. Ein unglaublicher Spagat, den DANA FALCONBERRY scheinbar spielerisch leicht hinlegt.

Die junge Frau aus dem nördlichen Michigan hat in Arkansas studiert und so die lokale Folklore kennen und lieben gelernt. Mit ihrem aktuellen Album „From The Forest Came The Fire“ gelingt ihr eine so bisher kaum gehörte Verschmelzung archaischer Tradition mit herzerwärmender Songwriterei – und zeitgemäßen Sounds. Himmlische Melodien, wunderbare Arrangementdetails („Snail Shells“!) und ihre Stimme, die durchaus an eine Märchenfee erinnert, runden die Sache ab.

Die CDs

POP
INVISIBLE 1
BRISA ROCHE

Als 20-jährige Amerikanerin in Paris wurde das Hippiemädel aus Kalifornien in den frühen Nuller-Jahren zum gefeierten Star der französischen Club-Jazz-Szene. Selbst macht sie allerdings am liebsten Westcoast-Pop. In „Echo Of What I Want“ zeigt sie ihre stimmliche Wandlungsfähigkeit, die phasenweise an Kate Bush erinnert – aber immer charakteristisch bleibt. Unglaublich sexy in „Baby Come Over“, elfenzart in „Night Bus“, gefährlich funky in den Disco-Stampfern „Groupie“ und „Disco“. Sehr klass. (!K7)

ELEKTRO
THE COLOUR IN ANYTHING
JAMES BLAKE

Der 28-jährige Londoner ist traurig. Natürlich auch auf seiner dritten CD. Das mögen andere ebenfalls sein – aber so schön wie Blake kann das eben sonst niemand. Und so spannend. Denn zu seinen von melancholischem R’n’B und Gospel beeinflussten Songs gesellt sich quasi das komplette Spektrum britischer Tanzmusik, zudem unglaublich atemberaubende Produktions-Twists und Schockelemente. Allein die Synthies in „Radio Silence“ – bist du gelähmt. Großes Kino. (UMI)

ROCK
ASH & ICE
THE KILLS

Lassen sich Gitarrero Jamie Hince und Kate Moss scheiden? Kann uns egal sein, solange er nur mit Sängerin Alison Mosshart zusammenbleibt. Also musikalisch. Denn die beiden sind seit Jahren das coolste Rock-Couple, das es gibt. Sie verbinden Loops und Drumcomputer mit erdigstem Garagen-Blues – unglaublich lässig. Nicht nur in den Vorab-Singles „Heart Of The Dog“ und „Doing It To Death“. Old-School-Blues können sie natürlich auch: „Hum For Your Buzz“. Und was Style und Stimme betrifft, ist Mosshart die echte Göttin. (Domino)

ROCK
LIAN
LIAN

Ein Rock-Dreier, entstanden aus den Resten von „3 Feet Smaller“. Alle pubertären Mätzchen sind abgelegt, die Riffs werden mitunter rhythmisch zerhackt wie früher bei „Helmet“, die Texte sind deutsch und richtig gut. Mit „Pauken und Trompeten“ ist auch gleich eine große Rockhymne gelungen. Was für ein Refrain – den hört, spürt und sieht man abgehen. Aber auch bei „FYI“ rappelts beim Chorus ordentlich im Karton, der Track hat das Zeug zu meinem absoluten Lieblingssong. So wie eigentlich auch acht der neun weiteren Songs ... ( Sony)

1. UNDERWORLD: I Exhale

2. BEN HARPER: Call It What It Is

3. GARBAGE: Empty

4. DINOSAUR JR: Tiny

5. PJ HARVEY: The Ministry Of Defence

6. BRIAN ENO: I’m Set Free

7. TRAVIS: Animals

8. NADA SURF: Cold To See Clear

9. PAUL SIMON: Cool Papa Bell

10. IGGY POP: American Valhalla

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