Die Festivalinitiatoren: Michael Tiefenbacher und  Tobias Vedovelli  

© Pressefoto ONQ20

Kultur
09/01/2020

Sounds aus der Quarantäne: Neuanfang beim Porgy & Bess

OnQ.20-Festival für Jazz und Neue Musik – Mittwoch und Donnerstag im Wiener Porgy & Bess, das somit offiziell wiederöffnet wird.

Zuerst wollten sich die Musiker zu Zeiten der Ausgangsbeschränkungen während der Corona-Krise trotz „Social Distancing“ ein kompositorisches Arbeitsumfeld schaffen.

Daraus wurde schnell ein größeres Projekt, in das eine Reihe bekannter heimischer Musiker involviert sind, die alle auch während des Lockdown gemeinsam weiter arbeiten wollten.

Ob Jazzwerkstatt Wien, Klangforum Wien und Studio Dan: In der Zeit des Homecookings wurden Noten und Skizzen hin- und hergeschickt, weiterentwickelt und ein weiter Bogen gespannt.

Wiedereröffnung beim Porgy

Was trotz oder wegen und während der Quarantäne im Home Office an Musik zwischen Jazz, improvisierter und Neuer Musik entstand, kommt Mittwoch, 2.9. und Donnerstag, 3.9. (jeweils Beginn: 20.30 Uhr), live auf die Bühne und ist zugleich auch die offizielle Wiedereröffnung des Porgy & Bess nach der Quarantäne.

Garantiert wird Koffein für die Ohren. Aber Aufmerksamkeit ist Pflicht. Das auf Initiative von Tobias Vedovelli und Michael Tiefenbacher entstandene OnQ.20-Festival für Jazz und Neue Musik bietet sechs Sets an zwei Abenden mit mehr als 20 Musikern wie Martin Eberle, Lorenz Raab, Wolfgang Puschnig, Fabian Rucker, Clemens Salesny u. v. a.

Zu erleben sind viele Individuen im Kollektiv.

„Eigentlich hat alles ursprünglich nur als kreativer Zeitvertreib mit dem Austausch von Kompositionsideen und -skizzen begonnen“, sagt im KURIER-Gespräch der gebürtige Vorarlberger Tobias Vedovelli, Bassist, Mitbegründer von Yasmo & die Klangkantine sowie Leiter des hochkarätig besetzten Quartetts Polykleitos Dialog, das mit seinem Debütalbum „Means of Polarity“ (2018) aufhorchen ließ.

Prekär aber kreativ

„Aus der Idee wurde allerdings schnell mehr. Denn aus künstlerischer Perspektive gibt es in einer derart prekären Situation ohnedies kaum Alternativen. Die einzige Möglichkeit ist, an Projekten zu arbeiten, die in die Zukunft blicken, aber jetzt schon umsetz- und planbar sind, zumindest abseits von gratis Streaming- und Wohnzimmerkonzerten und den teilweise recht restriktiven und unzugänglichen Geldtöpfen der Regierung.“

Der gebürtige Nordtiroler, Keyboarder und Komponist Michael „Mike“ Tiefenbacher ergänzt: „Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Diesem Prinzip folgend, haben wir versucht, dem vorherrschenden Ausnahmezustand mit größtmöglicher Kreativität zu begegnen. Einerseits um die außergewöhnliche Situation, so viel Zeit alleine zu Hause zu haben, in musikalischen Output umzusetzen, andererseits um auch für viele Künstler ein Betätigungsfeld zu schaffen.“ Werner Rosenbergerwww.porgy.at www.onq20.com

OnQ.20-Festival: Die Musiker Tobias Vedovelli und Michael Tiefenbacher über Jazz, neue Musik und ihre Entstehung    2. 9. um 9.30 Uhr auf schauTV und auf schautv.at

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