Haim gewinnen BBC-Umfrage

Members of the pop group Haim are seen in an undat
Foto: Reuters/HANDOUT Este, Danielle und Alana Haim (von links) wird eine große Zukunft vorausgesagt.

Branchen-Insider kürten die fünf vielversprechendsten Künstler für das kommende Musikjahr. Auf Platz eins: Drei Schwestern aus L.A. namens Haim.

Die jährliche BBC-Liste "Sound of ..." gilt als sicherster Trend-Barometer im Musikbusiness. 2012 waren Künstler wie Skrillex, Frank Ocean und Azealia Banks dabei. Alle sind sie im vergangenen Jahr verdammt groß geworden.

Nachdem Mitte Dezember bereits die Longlist mit 15 vielversprechenden Pop-Acts veröffentlicht worden war (siehe Bildergalerie unten), ging es nun ans Eingemachte. Aus dem bunten Potpourri aus Indie- R'n'B-, Hip-Hop- und Elektronikkünstlern wurden die Top 5 gekürt.

Auf Platz 1 landeten Este, Danielle und Alana HAIM. Früher trat das Schwestern-Trio gemeinsam mit ihren Eltern als "Rockinhaim" auf. Mittlerweile sind die drei alleine und deutlich poppiger unterwegs. Beeinflusst von TLC im Besonderen und R'n'B der 90er Allgemeinen, gelten die Schwestern, die zwischen 1986 und 1991 geboren wurden, unter der BBC-Jury als zeitgenössische Indie-Version der Destiny's Child.

Platz 2: Auch von Aluna Francis und George Reed sollen wir uns 2013 Großes erwarten können. Zusammen sind die beiden Londoner AlunaGeorge. Sie stehen für eine seltene Mischung: Glaubwürdigkeit am Dancefloor und ein gutes Gespür für Pop. Das klingt nicht nur erfolgsversprechend, sondern auch "aufregend futuristisch", so der Guardian.


Angel Haze räumen die Experten die drittbesten Chancen ein 2013 durchzustarten. Mit gerade mal 21 Jahren hat sie ein bewegtes Leben hinter sich. Darum geht es auch in ihren Rap-Songs. Und das ist nicht der einzige Grund, warum die Musikindustrie auf sie aufmerksam wurde. Gekoppelt mit ihrem guten Flow brachte ihr das kürzlich auch einen Vertrag mit Island Records ein.

Platz 4 geht an Laura Mvula. Mit 26 Jahren gehört sie tatsächlich schon zu den älteren Künstlern, denen für 2013 der Durchbruch vorhergesagt wird. Als eine Mischung aus Billie Holiday und den Beach Boys beschrieb sie die BBC-Jury. Ihr Debütalbum "Song to the Moon" erscheint am 4. März.

Auch Chvrches schafften es in die Top 5 der "Sound of 2013"-Liste. Von den drei Glasgowern kann man sich 2013 melancholischen Synthie-Pop erwarten. Iain Cook, Laura Mayberry und Martin Doherty haben zwar erst zwei Songs veröffentlicht. Doch das reichte um die Jury zu überzeugen.

Ob wir von HAIM und Co. 2013 noch mehr hören werden, bleibt abzuwarten. Die BBC-Liste anzuführen ist jedenfalls die beste Voraussetzung dafür. Vielleicht werden sie aber auch von einer Band in den Schatten gestellt, die es nur auf diese Longlist (siehe unten) schaffte. Es wäre nicht das erste Mal. 2009 landete etwa Lady Gaga nur auf Platz sechs.

Diese 15 Pop-Acts werden laut der BBC 2013 groß rauskommen:

Die jährliche BBC-Liste "Sound of ..." gehört zu den sichersten Trend-Barometern der Musikszene. Von folgenden Künstlern werden wir 2013 bestimmt noch einiges hören . . . A*M*E* ist unheimlich ehrgeizig für eine 17-Jährige. Amy Kabba, wie sie eigentlich heißt, zog im Alter von acht Jahren von Sierra Leone nach London und hat heute sogar ein eigenes Magazin. Mit ihren Songs zog sie die Aufmerksamkeit von Gary Barlow auf sich, der sie prompt unter Vertrag nahm. Das Londoner Duo AlunaGeorge steht für eine seltene Mischung: Glaubwürdigkeit am Dancefloor und ein gutes Gespür für Pop. Das klingt nicht nur erfolgsversprechend, sondern auch "aufregend futuristisch", so der "Guardian". Angel Haze hat mit gerade 21 Jahren ein bewegtes Leben hinter sich. Darum geht es auch in ihren Songs. Und das ist nicht der einzige Grund, warum die Musikindustrie auf sie aufmerksam wurde. Gekoppelt mit ihrem guten Flow brachte ihr das kürzlich auch einen Vertrag mit Island Records ein. Arlissa ist mit ihren 19 Jahren schon fett im Geschäft. Sie sang ein Duett mit Nas, hat aber noch einiges mehr drauf. Mit ihrer kraftvollen Stimme verzaubert sie erst ihre Fans, um sie im darauf folgenden Moment völlig wegzublasen. Synthie-Pop aus Glasgow. Das machen Iain Cook, Laura Mayberry und Martin Doherty. Ihre Band trägt den unaussprechlichen Namen CHVRCHES. Das Schwestern-Trio HAIM ist hingegen auf der Suche nach dem perfekten Popsong. Und das nun schon eine ganze Weile. Früher traten sie gemeinsam mit ihren Eltern auf. 2012 tourten sie mit der befreundeten Band Mumford & Sons durch die USA und trafen auf dem Weg auch Florence & the Machine. Beide Acts fanden sich übrigens in der 2009er-Liste der BBC. King Krule, besser bekannt als Zoo Kid, wird häufig in einem Atemzug mit Morrissey und Edwyn Collins genannt. Manche vermuten auch einen kleinen Paul Weller hinter der Fasse des gerade 18-Jährigen. Kodaline sind vier Freunde aus Dublin, die im September mit einer ersten EP die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Ihr zu Tränen rührendes Video zum Song "All I Want" entpuppte sich als Online-Hit. Die folkigen Melodien werden uns aber auch künftig begleiten. Mit 26 Jahren gehört Laura Mvula tatsächlich schon zu den älteren Künstlern, denen für 2013 der Durchbruch vorhergesagt wird. Als eine Mischung aus Billie Holiday und den Beach Boys beschrieb sie die BBC-Jury. Little Green Cars aus Dublin sind drauf und dran mit ihrem Debüt-Album "Absolute Zero" das Publikum zu überzeugen. Anzusiedeln ist ihre Musik irgendwo zwischen Mumford & Sons und den Maccabees. Das Indie-Quartett Palma Violets lernte sich zufällig bei einem Lagerfeuer am Reading Festival kennen. Ihre legendären Live-Shows brachten ihnen einen Vertrag beim legendären Indie-Label Rough Trade ein. Wonach Peace aus Birmingham wirklich klingen, ist schwer zu sagen. Parallelen zu Vampire Weekend und Friendly Fire werden ihnen nachgesagt, aber sie klingen doch irgendwie auch eigenständig. 2013 wird die Antwort liefern. Savages sind noch nicht einmal ein Jahr zusammen und klingen schon nach Naturgewalt. Ihr Sound ist nicht unbedingt neu, bietet dafür aber fesselnden und meisterhaft beherrschten Noise. Freunde von Joy Division werden auch ihre Freunde werden. Der kanadische R&B-Singer-Songwriter The Weeknd machte erst mit dem Release seines House Of Ballons-Mixtapes auf sich aufmerksam. Nun erschien sein Debüt-Album "Trilogy", auf dem seine fantastische Stimme erst richtig zur Geltung kommt. Singer-Songwriter Tom Odell hat sich mit den Jahren eine beachtliche Fanbase aufgebaut, Songs schreibt er seitdem er 13 ist. Mittlerweile hat er einen Plattenvertrag bei Columbia und erinnert in seiner Mann-am-Piano-Pose gelegentlich an Chris Martin.

Weiterführende Links:
BBC - Sound of 2013

(KURIER / kob / reis) Erstellt am
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