Andrea Mayer

© Kurier / Juerg Christandl

Kultur
12/08/2021

Schon am Sonntag können Theater, Oper, Museen wieder öffnen

Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer zeigt sich erleichtert: Der Lockdown endet für die Kultur am 12. Dezember um 0 Uhr

von Thomas Trenkler

Wenn der allgemeine Lockdown endet, kann auch der Kunst- und Kultursektor wieder loslegen. Voraussetzungen dafür sind bei Indoor-Veranstaltungen zugewiesene Sitzplätze, das Tragen von FFP2-Masken auch während den Vorstellungen sowie die 2G-Regel, um bis zu maximal 2.000 Besucher begrüßen zu können. Bei Outdoor-Veranstaltungen ist die Obergrenze 4.000 Besucher. Ohne Sitzplätze liegt die Obergrenze bei 25 Personen (indoor) bzw. 300 (outdoor). Auch für Museen und Ausstellungshäuser gelten 2G und FFP2. Die Sperrstunde ist um 23 Uhr, Clubbings sind nicht gestattet.

Im Gespräch mit dem KURIER sorgt Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer aber für eine kleine Überraschung: Entgegen der bisherigen Annahme, dass die neue Regelung ab 13. Dezember gelten werde, ist das kulturelle Leben mit Öffentlichkeit bereits am 12. Dezember möglich. "Die Regierung hat einen Lockdown von 20 Tagen beschlossen. Und dieser endet am 12. Dezember um 0 Uhr. Es wurde eingehalten, was angekündigt worden war."

Mayer zeigt sich erfreut, dass "die Kultur beim ersten Öffnungsschritt mit dabei ist". Denn: "Es ist wichtig, dass wir wieder ein kulturelles Leben haben." Eine 2G+-Regel (geimpft, genesen und bis Vorstellungsende gültiger PCR-Test) sei für die Bundesregierung nie zur Debatte gestanden. Ob die Stadt Wien nun diese strengere Regel verlangt, wisse sie (noch) nicht.

Ob nach Weihnachten, etwa am 28. Dezember, ein neuerlicher Lockdown droht? "Wir wissen nur, dass es in der Pandemie keine Sicherheit gibt." Sollten sich alle an die 2G-Regel und die übrigen Bestimmungen halten, sei sie guter Dinge, dass es zu keinem neuen Lockdown kommen muss. Daher tut sie es dem Gesundheitsminister gleich und sagt: "Impfen! Impfen! Impfen!"

Konzerthaus: Programm ab 12. Dezember

In der Kulturszene wurde die Ankündigung - notabene - positiv aufgenommen. „Die Kultureinrichtungen sind mit Sicherheit von allen Orten, an denen viele Menschen zusammenkommen, die sichersten. Der Kultursektor ist nicht der Pandemietreiber“, unterstrich Matthias Naske, Direktor des Wiener Konzerthauses, gegenüber der APA. Auch seien Institutionen wie das Konzerthaus, die sich primär über den Markt finanzierten, besonders schwer von Schließungen betroffen. „Im jetzt auslaufenden Lockdown mussten wir 50 Veranstaltungen streichen“, so der Konzerthaus-Chef. Hier belaufe sich alleine der Wert der verkauften Karten auf 1,2 Millionen Euro. Man werde deshalb nun sobald als möglich den Spielbetrieb wieder aufnehmen, also am 12. Dezember. Die Bedeutung der Kultureinrichtungen zum Zusammenhalt der Gesellschaft sei jetzt wichtiger denn je: „Und wir können und wir werden liefern.“

"Fast umfassend erfreulich"

Die IG Autorinnen Autoren sieht angesichts der gleichzeitigen Öffnungsschritte ein „Durchbrechen der bisherigen Aufsperrstrategie“ und wertete dies positiv. Zwar seien die Einschränkungen bei Stehplätzen und Nachtprogrammen für die Kultur ein „Wermutstropfen“, so IG-Geschäftsführer Gerhard Ruiss in einer Aussendung. Aber: „Das ist alles in allem fast umfassend erfreulich.“ Vor allem der Wegfall von zusätzlichen PCR-Tests sei eine „große Erleichterung und Hilfestellung“, bedeute das doch „für Kunst- und Kulturveranstalter und das Publikum eine wesentliche Hürde weniger und ermöglicht wieder kurzfristige Besuchsentscheidungen“.

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