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Welser-Möst hält „Überraschungen“ bei Salzburger Intendantensuche für möglich

Dirigent Franz Welser-Möst ist neben Christian Kircher, Nora Schmid und Sonja Anders in der Findungskommission für Intendanz und Präsidentschaft.
PK WIENER PHILHARMONIKER "NEUJAHRSKONZERT 2023?: WELSER-MÖST

Bei der Suche nach der nächsten Intendanz der Salzburger Festspiele „kann es auch Überraschungen geben“. Das sagt Franz Welser-Möst als Mitglied der Findungskommission im Interview mit den „Salzburger Nachrichten“ (Samstag-Ausgabe). „Wir suchen nicht Namen, sondern Ideen und Visionen“, so der Dirigent, der in der Vergangenheit immer wieder selbst für die künstlerische Festspiel-Leitung gehandelt wurde.

„Mehrmals wurde ich ja schon gefragt, in führender Position bei den Salzburger Festspielen tätig zu sein, aber das wollte ich nicht. Doch in der Findungskommission mache ich gern mit, noch dazu sehe ich das als eine patriotische Pflicht“, sagt Welser-Möst, der eigene Ambitionen auf die Intendanz abermals verneint. „Nach meiner schweren Erkrankung ist meine Lebensplanung eine andere.“

Eine Kommission für zwei Posten

Neben Welser-Möst sind Christian Kircher, der langjährige Geschäftsführer der Bundestheater-Holding, sowie die Intendantinnen Nora Schmid von der Semperoper Dresden und Sonja Anders vom Hamburger Thalia-Theater in der Kommission, die nach den heurigen Festspielen dem Kuratorium Vorschläge nicht nur für die Intendanz, sondern auch für die Präsidentschaft unterbreiten wird. Kristina Hammers Amtszeit läuft bereits Ende 2026 aus.

Von Bewerbern für die künstlerische Festspiel-Leitung möchte er „Ideen hören. Und ich möchte wissen, wie eine Programmstruktur für eine Saison aussehen kann. Gibt es ein Thema für ein oder mehrere Jahre? Wie gedenkt man, mit den Salzburger Säulenheiligen Wolfgang Amadé Mozart und Richard Strauss umzugehen?“

Umbauphase als Chance

Zudem müsse sich „jeder Bewerber, jede Bewerberin deklarieren, wie er oder sie die Umbauphase gestalten würde, welche Ideen es für Ausweichspielstätten gibt und wie sich die Schließung des Großen Festspielhauses auf das Opernrepertoire auswirkt“. Er sehe die Umbauphase „auch als große Chance für einen künstlerischen Leiter: Man muss Fantasie haben, man muss hochtrabende Ideen mit dem Praktischen zusammenbringen. Das müssen wir als Findungskommission aus den Bewerbern herauskitzeln“, so Welser-Möst in den „Salzburger Nachrichten“.

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