© Theater an der Wien/Harald Hoffmann/DG

Kultur

Sängerin Anna Prohaska: „Wir sind keine Maschinen“

Ab Sonntag im Theater an der Wien in "Orlando" zu erleben. "Man muss sehr diszipliniert sein".

04/08/2019, 06:00 PM

Von heutigen Opernsängerinnen und Opernsängern wird mehr verlangt als früher – und „man muss sehr diszipliniert sein, dass man nicht zu viel macht“. Das sagt Opernsängerin Anna Prohaska im „Warum eigentlich?“-Interview mit KURIER-Herausgeber Helmut Brandstätter.

„Die Presse liebt es, junge Künstler aufzubauen“, sagt Prohaska, aber es ist eine Herausforderung, sich dann oben zu halten. Denn „wir sind alles Menschen, wir können nicht wie Maschinen funktionieren. Wir sind ein lebender Organismus, der auch  mal gegen Infektionen anzukämpfen hat“.

Prohaska ist als Kind teils in Wien aufgewachsen – und regelmäßig zu Gast: Seit 2013 ist sie, neben Konzerten und vielem anderen,  jährlich in einer Produktion im Theater an der Wien zu erleben. Die nächste: Händels „Orlando“ (Premiere am 14. April).

Prohaska singt die Angelica – und freut sich, dass Regisseur Claus Guth die Produktion „tiefenpsychologisch“ angelegt hat: Orlando ist zwar „eine typische Opera seria aus der Barockzeit, in der es um Intrigen und falsche Liebschaften geht.“ Jedoch gebe es „wie im echten Leben“ auch hier nicht schwarz und weiß. Meine Rolle hat mit dem Orlando in unserer Inszenierung früher eine Beziehung gehabt und ihn dann verlassen, weil er mit Kriegstraumata versehrt zurückkommt.“

Prohaska war zuletzt vom Barock bis zu zeitgenössischen Produktionen zu erleben – wobei letztere  „viel, viel mehr Arbeit in der Vorbereitung  sind als Barock, Klassik oder Romantik“, sagt die Sängerin. Aber „wenn man es kann, macht es unglaublich Spaß. Es ist, wie eine extrem schwierige Rechenaufgabe zu lösen, man hat sie dann geknackt.“ Privat hat Prohaska sogar ein noch weiteres Musikspektrum: „Ich mag zu Hause nicht so gerne Stille. Aber ich höre relativ selten Oper. Dafür Deep Purple und Pink Floyd. Durch meine Mutter bin ich in der Beatles-Tradition aufgewachsen.“

Ein großes Ziel? „Die Lulu von Alban Berg. Die neue Wiener Schule bedeutet mir sehr viel.“

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