Royal Blood: Mike Kerr (re.) und Ben Thatcher

© Royal Blood

Von der Hochzeits-Combo zum rauen Rock-Duo
08/19/2014

Von der Hochzeits-Combo zum rauen Rock-Duo

Das Debütalbum der britischen Newcomer Royal Blood im KURIER-Vorab-Stream.

von Brigitte Schokarth

Drei Verstärker und eine geheime Anordnung von Effekpedalen!“ So beschreibt Sänger und Bassist Mike Kerr das Geheimnis des rohen Blues-Sounds seiner Band Royal Blood. Denn das britische Duo klingt wie eine moderne Version von Led Zeppelin, tobt los, als wäre die wuchtige Gitarre von Jack White im Spiel. Aber es sind immer nur vier Bass-Saiten, die die Riffs über das donnernde Schlagzeug von Ben Thatcher legen.

Schon seit zehn Jahren machen die beiden gemeinsam Musik, „Wir haben uns in einem Club in Chichester kennengelernt“, erzählt der 25-Jährige Kerr im KURIER-Interview. „Mike war mit seiner Band auf der Bühne, hat mich mit seiner Art zu drummen sehr beeindruckt. Aber dann habe ich an der Bar ein wunderschönes, blondes Mädchen gesehen, das mich noch mehr beeindruckt hat. Ich ging rüber, um sie anzuquatschen. Aber inzwischen hatte die Band aufgehört. Ben kam rüber, setzte sich zu ihr und mir dämmerte: ,Verdammt, das ist seine Freundin’. Mein erster Eindruck von ihm war also nicht sonderlich gut.“

Freunde

Trotzdem wurden die beiden damals Freunde. Denn schnell stellten sie fest, dass sie beide Fans der Foo Fighters, von Nirvana, Queens Of The Stone Age, Led Zeppelin und Black Sabbath sind.

„Bei mir hatte sich das gerade erst entwickelt, als ich Mike traf“, erzählt der 27-jährige Thatcher. „Davor habe ich die Spice Girls und Britney Spears gemocht. Klar, das waren Produkte - aber wer immer ihre Songs geschrieben hat, hat das gut gemacht.“

Schon mit sechs, erzählt Thatcher weiter, habe er sein erstes Schlagzeug bekommen. Gespielt aber schon, bevor er gehen konnte. „Ich habe auf die Kocktöpfe der Mum geklopft, als ich noch in den Windeln war“, sagt er. Ja, ja, das alte Klischee! „Nein, ehrlich“, sagt er fast beleidigt und zückt das Handy mit einem Beweis-Foto.

Auf Hochzeiten

Zum Sound von Royal Blood kamen die beiden vor einigen Jahren, als Kerr etwas Neues ausprobieren wollte: „Davor habe ich Keyboards gespielt“, sagt er. „Ben und ich waren als Drummer und Keyboarder in mehreren Bands, unter anderem in einer, die Coverversionen von Hits für Hochzeiten spielte. Aber wir haben auch in einer Funk- und einer Rockband gespielt. Und als ich 20 wurde, wollte ich plötzlich Bass spielen und singen. So konnten wir als Duo starten.“

Am Freitag, den 22. August, erscheint mit „Royal Blood“ das Debüt-Album von Royal Blood. Wie das klingt, kann man schon jetzt im KURIER-Vorab-Stream hören.

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