Stephen Kings Jugendklassiker: „Stand by Me“ - Das Ende der Kindheit
Will Wheaton, River Phoenix, Jerry O’Connell und Corey Feldman in „Stand by Me“ (von links).
Als der amerikanische Regisseur Rob Reiner im Dezember 2025, gemeinsam mit seiner Frau, ermordet aufgefunden wurde, war Hollywood im Schock. Er hinterließ ein Werk, in dem die romantische Komödie „Harry und Sally“ sein berühmtester Film ist, sein Jugendklassiker „Stand by Me“ von 1986 aber einer seiner persönlichsten. Heuer feiert „Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers“ sein 40-jähriges Jubiläum – zu sehen am Dienstag, 23 Uhr auf ZDFneo (und abrufbar auf Netflix).
Bubenfreundschaft
Im Sommer von 1959 wird in einem kleinen Ort in Oregon ein Bub vermisst. Seine Leiche soll irgendwo im Wald liegen. Als eine Gruppe von vier zwölfjährigen Knaben Wind davon bekommt, will sie den Toten finden, um dafür im Fernsehen als Helden gefeiert zu werden. Ihr Trip dauert nur zwei Tage, doch die Erlebnisse konfrontieren die Kinder mit ihren familiären Problemen und lassen sie verändert zurückkehren.
Von den vier Buben, die damals die Hauptrollen spielten, sind nur noch drei am Leben. Der vierte wurde von River Phoenix, Bruder von Joaquin gespielt, der im Alter von nur 23 an einer Überdosis starb. Er galt als einer der talentiertesten Schauspieler seiner Generation und wurde am Ende der Dreharbeiten 15 Jahre alt.
Als Anführer der Gruppe muss er in einer Szene so herzzerreißend weinen, dass man am liebsten gleich mitweinen würde. Rob Reiner, der selbst eine unglückliche Kindheit im Schatten seines berühmten Vaters Carl Reiner verbracht hatte, führte die Kinder mit zarter Hand zu umwerfenden Höchstleistungen. Bis heute gilt „Stand by Me“ im Coming-of-Age-Genre als melancholischer Meilenstein, der vom Ende der Kindheit erzählt.
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