© Stephan Boroviczeny

Kultur
12/05/2011

Ringsgwandl: Übers Leben und Schlimmeres

Der bayerische Songpoet des Absurden, Georg Ringsgwandl, gastiert noch bis Samstag mit seinem neuen Programm im Wiener Stadtsaal.

von Werner Rosenberger

Ja, des Glück, des is a läufige Hundsmatz ...", singt Ringsgwandl. Witzig, komisch, wunderbar: Der bayerische Songpoet des Absurden gastiert noch bis Samstag mit "g'müatlicher Stubenmusi" im Stadtsaal.

Er spielt bei einem "Abend ohne Choreografie" diesmal nicht den durchgeknallten Oberarzt und schrillen Paradiesvogel, sondern präsentiert sich vor allem als genauer Beobachter des Alltags mit seinen Lächerlichkeiten.

Fantasien wie bei Hader

Verpackt in poetische, skurrile Songs wie "Zugehfrau" und "Dahoam is net dahoam", aber ebenso in abstrusen Geschichten - auch nachzulesen in Ringsgwandls erstem Buch "Das Leben und Schlimmeres" (Rowohlt). Musikalisch ist von Country über Funk, Rock 'n' Roll und sanften dylanesken Balladen für jeden Gusto etwas dabei. Die junge Band groovt und swingt und kennt sich aus mit überwiegend leisen Tönen. Und wie Ringsgwandl von einem Besuch beim Orthopäden wegen seines lädierten Knies erzählt und von einem Spaziergang, bei dem sich ein Kampfhund in ihn verbeißt, steht den abstrusen Fantasien Josef Haders in nichts nach.

INFO: Bis 22. Oktober (20 Uhr) im Stadtsaal, Wien 6, Mariahilfer Straße 81
Tel. 01/909 2244