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Literatur
10/19/2019

"Quichotte" von Salman Rushdie: So nerven kann das Grandiose

Nach 1001 Nacht kommt „Quichotte“ ins heutige Amerika und verrät uns: Es schaut gar nicht gut aus ....

von Peter Pisa

Wenn Kriminelle König werden können und jemand mit schlechtem Haar Präsident, dann leben wir im Zeitalter des Alles-ist-möglichr, schreibt Salman Rushdie.

Es gibt keine Regeln mehr, und dann kann sogar ein wunderschöner Fernsehstar von einem alten Mann erobert werden, der einen Fuß nachzieht und aussieht wie eine dünne, lange Skulptur Giacomettis.

Rushdie hat wieder etwas transferiert.

Das ging in „Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte“ (2015) schief, als er 1001 Nacht ins heutige New York transferierte und Dschinns durch die Ritzen kamen und über das Nichtzusammenhängende des Nichtzusammenhangs diskutiert wurde.

Damals sagte Rushdie, seine Leser müssen Humor mitbringen. Ein sehr spezieller ist notwendig.