Kultur
23.03.2017

"Power Rangers": Amerikanische Teenager gegen galaktische Hexe

Neue Generation kämpft gegen Außerirdische.

Noch bevor die neue Generation der Power-Rangers endlich in unseren Kinos landet, wurden ihre Fans und Epigonen bereits auf heimischen Faschingsbällen gesichtet. Die bunten Power-Rangers-Outfits zählten jedenfalls – egal ob in Kinder- oder Erwachsenengrößen - zu den beliebtesten Kostümierungen der gerade zu Ende gegangenen Narren-Saison. Die „Power Rangers“ sind bereits mehr als zwei Jahrzehnten ein globales Phänomen – seit die gleichnamige amerikanisch-japanische Fantasy-Produktion in den 1990er Jahren für Rekord-Einschaltquoten sorgte: 73 % der TV-affinen Kids im Alter von zwei bis elf Jahren versammelten sich damals weltweit vor den Geräten, um dabei zuzusehen, wie sich gleichaltrige „Helden“ mit Schul- und Beziehungsproblemen in waffenstrotzende Karatefiguren verwandelten. Jetzt übernimmt eine neue Generation von „Power Rangers“ im Kino die Aufgabe, die Welt vor der Zerstörung durch Außerirdische zu bewahren. Der gemeinsame Kampfgeist hilft ihnen, ihre diversen sozialen Probleme zu überwinden und – auch das ist nicht gerade originell – den Wert von Freundschaft schätzen zu lernen. Bis es zum spektakulären Showdown kommt, zieht sich der Film und langweilt mit belanglosen Dialogen. Dann aber spielt es – salopp gesagt – „Granada“. Die Grundstruktur der Konfliktlösung ist schnell zu beschreiben: Gut gegen Böse, Irdische gegen Außergalaktische. Fünf amerikanische Teenies treten gegen die galaktische Hexe Rita und ihre Monster an. Eines davon ist aus purem Gold geformt – eine Art Mammon, an dem sich vielleicht die Salzburger „Jedermann“-Ausstatter ein Beispiel nehmen könnten..

Text: Gabriele Flossmann

INFO: USA 2017. 124 Min. Von Dean Israelite. Mit Dacare Montgomery, Bryan Cranston, Bill Hader.

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