Kultur 27.03.2012

Poker um Matts Vertragsauflösung

Bis zu zwei Drittel seines bis Ende 2014 anfallenden Gehalts soll Gerald Matt noch beziehen. Doch wer den Abgang bezahlt, ist noch unklar.

Wer bezahlt den Abgang des Wiener Kunsthallen-Direktors Gerald Matt? Mit der Abschiedslösung, die Matt mit dem Vorstand des Trägervereins aushandelte, ist eine mächtige neue Variable ins Spiel gekommen.

Wie der KURIER berichtete, soll Matt nach seinem Rücktritt bis zu zwei Drittel seines bis Ende 2014 anfallenden Gehalts beziehen. Doch es steht die Überführung der bisher als Verein geführten Institution in eine GmbH an. Diese muss alle Verträge übernehmen.

"Es geht um nicht wenig Geld"

Für Thomas Häusle, den Präsidenten des Vereins, ist auch die Übernahme der mit Matt getroffenen Regelung unausweichlich. „Es geht um nicht wenig Geld, aber die Stadt ist nicht unwissend“, sagt Häusle zum KURIER. Bereits seit zwei Wochen liege eine Darstellung der Gebarung der Kunsthalle vor – eine Darstellung, die die Sprecherin von Kulturstadtrat Mailath-Pokorny so nicht bestätigt: Man warte noch auf die Endberichte der Wirtschaftsprüfer, sagt sie.

Auf die Frage, wer für Matts weitere Bezüge aufkommen soll, verwies Mailaths Sprecherin auf die Sitzung des Aufsichtsrats der Kunsthallen-GmbH am Mittwoch. Aufsichtsratsvorsitzende Sonja Hammerschmid sagt, sie gehe davon aus, dass der Verein für Matts Abschieds-Lösung finanziell vorgesorgt hat.

Die Mittel des Vereins gehen im Fall der Übernahme auf die GmbH im Eigentum der Stadt Wien über. Dass Matts Abgangs-Vertrag die Neuorganisation der Kunsthalle sprengen könnte, stellen Vereinspräsident Häusle und Interims-Geschäftsführer Franz Patay in Abrede.

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( Kurier ) Erstellt am 27.03.2012