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Kultur
08/27/2021

Pizzera und Jaus lassen sich auch von einem lädierten Knie nicht stoppen

Das österreichische Erfolgsduo ist heute im Steinbruch St. Margarethen zu sehen. Das Publikum darf übers Programm abstimmen.

von Brigitte Schokarth

„Das war stark von Otto!“ Paul Pizzera ist stolz auf seinen Freund und Duo-Partner Otto Jaus. Der hatte nämlich gerade eine Meniskus-Operation und sich das Knie genau so kaputt gemacht, dass der Spitalsaufenthalt in die wenigen Fenstertage zwischen Konzerten in Deutschland und Österreich fiel.

„Ich weiß nicht, wie ich das passiert ist“, erklärt Jaus im KURIER-Interview. „Ich habe nichts gespürt, nur gemerkt, dass das Knie dicker wird. Aber die haben den eingerissenen Meniskus mit einem kleinen Eingriff abgezwickt, und in weniger als 24 Stunden konnte ich wieder fast alles machen.“

Einem gelungenen Auftritt bei der „Red Bull Juke Box“ heute, Freitag, 27. August im Steinbruch St. Margarethen steht also nichts im Wege. Und das ist dem Duo wichtig, denn dabei bestimmten die Fans das Programm, konnten bis Mitte August online darüber abstimmen.

„Es wird aber auch beim Eingang eine Möglichkeit geben, abzustimmen“, erklärt Jaus. „Und wenn wir auf der Bühne sind, kann man mittels Armbändern, die man hochhebt, über gewisse Sachen abstimmen. So eine interaktive Show ist eine coole Herausforderung. Wir können zeigen, dass wir spontan sind. Und online wurden Sachen gefordert, auf die wir sonst nicht gekommen wären.“

Reggae statt Rap

Zum Beispiel wollten die Fans, dass die beiden ihren Hit „Tuansackl“ in einer Reggae-Version anstatt als Rap spielen. Bei einem anderen Song war dem Publikum eine A-Kapella-Version lieber als ein Beat-Box-Arrangement. Und es wurde dem Duo aufgetragen, einen Song zu spielen, den sie noch nie live gespielt haben. Für Pizzera war das „quasi eine bezahlte Marktforschung“.

Notwendig hat das Duo die natürlich nicht. 2019 erschien ihr zweites Album „Wer nicht fühlen will, muss hören“ und bescherte Pizzera und Jaus das bisher erfolgreichstes Karriere-Jahr. Sie spielten dutzende Konzerte in den größten Hallen – bis die Pandemie sie plötzlich stoppte. „Das war von 100 auf Null und viel Arbeit im Kopf“, sagt Pizzera. „Aber wir haben uns so bald es ging wieder getroffen und geprobt, damit wir, wenn wir wieder auftreten können, top da sind.“

Auch zwei neue Songs sind dabei entstanden. Der eine ist „Shotgun“, ein härterer Rock-Song, der die so arg vermisste Energie des Live-Spielens transportieren soll.

Der andere ist „Frmdghn“, bei dem die beiden das Thema Seitensprung humorvoll angehen, aber auch dafür plädieren, lockerer damit umzugehen. „Auch wenn man ein moralisches Leben anstrebt, ist das oft nicht so leicht“, erklärt Pizzera. „Es ist wichtig, dass man auch diesbezüglich sagt, ich liebe diesen Menschen, der Wille ist vorhanden, dass man durch jedes Problem durchschreitet und es gemeinsam löst.“

Ein neues Album ist schon in Arbeit. Aber eigentlich wollen Pizzera und Jaus jetzt lieber live auftreten und „spielen, spielen, spielen“, weil ihnen das so großen Spaß macht. Brigitte Schokarth

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