Pink: "Man muss über sich selbst und das absurde Leben lachen"

Pink, Sängerin…
Foto: /Sony Music/Kurt Iswarienko Pink wurde am 8. 9. 1979 als Alecia Beth Moore geboren.

Nach fünf Jahren Babypause meldet sich die Sängerin mit "Beautiful Trauma" zurück.

"Als ich der Plattenfirma erzählte, dass ich schwanger bin, waren sie total aufgeregt", erzählte Pink kürzlich der New York Times. "Sie dachten: ,Toll, wenn sie das zweite Baby hat, bekommen wir ein neues Album von ihr!’ Aber dann hatte ich eine Fehlgeburt, und sie sagten: ,Oh, das tut uns leid!’ Aber ich konnte genau sehen, dass sie nur wissen wollten, ob ich es wieder versuchen werde. Und natürlich habe ich es wieder probiert."

So kam Ende Dezember vorigen Jahres Pinks Sohn Jameson zur Welt. Und mit dem ersehnten Familienzuwachs im Haus konnte die 38-Jährige auch das Comeback angehen: Morgen, Freitag, erscheint "Beautiful Trauma", bei dem Pink ihrem Markenzeichen-Sound treu bleibt. Es gibt Tanzbares auf den Spuren von R&B ("Better Life" und "I Am Here"), das auf einem Hip-Hop-Beat basierende und mit Eminem aufgenommene "Revenge", die berührende Klavier-Ballade "But We Lost It" und auch den Gitarre-lastigen Power-Pop, den man von der Amerikanerin gewöhnt ist.

Kuchen backen

"Wir wollten ein zweites Baby", erklärt Pink ihre Abwesenheit vom Pop-Zirkus. "Und ich wollte, dass meine jetzt sechsjährige Tochter Willow für eine Weile ein normales Leben hat. Denn als sie 14 Monate alt war, begann ich mit ihr eine Tour und kam erst zurück, als sie drei war. Ich wollte mal zuhause sein, für sie Kuchen backen und Überraschungspartys organisieren."

Pink, Sängerin… Foto: /Sony Music/Kurt Iswarienko Auch thematisch kreist das Album um die üblichen Pink-Themen: Liebe, Beziehungsprobleme und das Familienleben, für das sie sich ganz bewusst entschieden hat.

Dass Pink in den Beziehungssongs oft – mit viel Humor – auf ihre Ehe anspielt, ist kein Geheimnis. "Ich bin 16 Jahre mit Carey zusammen. Und solche Langzeit-Beziehungen sind großartig, aber auch harte Arbeit – eben ein ,wunderschönes Trauma’. Das inspiriert mich. Wenn ich glücklich bin, kann ich keine Songs schreiben."

Hässliche Politik

Mit dem Hit "What About Us" hat Pink für "Beautiful Trauma" aber auch einen Song auf den Spuren ihres Hits "Dear Mr. President" (2006 an George W. Bush gerichtet) aufgenommen.

Doch damit geht es ihr nicht um Präsident Trump, sondern um die Menschen und das Gefühl, von der Politik vergessen und verschaukelt zu werden: "Es fehlt die Güte und das Vertrauen – unabhängig davon, wer jetzt Präsident ist. Partei-Politik ist zur Zeit eine echt hässliche Sache, weil keiner mehr weiß, wie man kommuniziert. Bis wir gelernt haben, wie man zusammenarbeiten oder zumindest an einem Tisch sitzen und debattieren kann, obwohl man unterschiedlicher Meinung ist, wird sich daran nichts ändern und nichts weitergehen."

Deshalb beschreibt Pink im Song "Barbie", wie sie sich manchmal danach zurücksehnt, wieder mit einer Puppe zu spielen: "Ich bin eine Erwachsene, die in einer Welt lebt, die völlig im Arsch ist. Ich bin mir bewusst, was alles abgeht, und es geht mir ordentlich an die Nieren. Träumt da nicht jeder mal davon, wieder fünf zu sein, in sein Zimmer gehen zu können und nichts von all dem zu wissen?"

Weil Pink das nicht kann, ist Humor ihr Mittel, damit umzugehen: "Man muss sich immer wieder daran erinnern, über sich selbst und dieses absurde Leben zu lachen."

(kurier) Erstellt am
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