Kultur
06.12.2017

Österreichischer Filmpreis: Alberts "Licht" der große Favorit

Barbara Alberts Historienfilm führt das Feld der Nomninierten mit 14 Nennungen an.

Barbara Alberts Historienporträt "Licht" ist der große Favorit beim Österreichischen Filmpreis 2018. Mit der Rekordzahl von 14 Nominierungen geht das Werk in die Preisverleihung am 31. Jänner, wie bei der Präsentation am Mittwoch bekanntgegeben wurde. Gute Chancen kann sich auch Adrian Goigingers autobiografisches Werk "Die beste aller Welten" mit neun Nennungen ausrechnen.

Mit sieben Nominierungen im Rennen ist Stefan Ruzowitzkys Actionfilm "Die Hölle", während die letzte Dokumentararbeit des verstorbenen Michael Glawogger, das von Monika Willi fertiggestellte "Untitled", auf fünf Auszeichnungen hoffen darf. Das Führungsquintett der Meistnominierten komplettiert Arman T. Riahis Komödie "Die Migrantigen" mit vier Preischancen. Lediglich auf zwei Nominierungen (männliche Haupt- und Nebenrolle) kam hingegen mit Josef Haders "Wilde Maus" der kommerziell erfolgreichste heimische Film des Jahres. "Die, die nicht nominiert wurden, werden sich denken: Dumm gelaufen, aber gerechtfertigt. Dann muss ich mich nächstes Jahr eben mehr anstrengen", zeigte sich Schauspielerin Hilde Dalik als Moderatorin der Präsentation ironisch optimistisch.

Einreichungen

Eingereicht wurden heuer 19 Spiel-, 20 Dokumentar- und 18 Kurzfilme. Die Filme mussten einen Kinostart im Zeitraum von Oktober 2016 bis November 2017 vorweisen respektive den Nachweis einer erheblichen österreichischen kulturellen Prägung erbringen. Aus diesen Anwärtern haben dann die 415 stimmberechtigten Mitglieder der Akademie des Österreichischen Films die Nominierten für die zur Auswahl stehenden 16 Preiskategorien gewählt. In einem zweiten Wahlgang werden aus diesen nun die Preisträger gekürt.

Gala

Die Gala, die heuer wieder im biennalen Rhythmus im Auditorium von Grafenegg stattfinden wird, gestaltet dann am 31. Jänner Regisseurin Mirjam Unger ("Maikäfer flieg!"). Sie hat sich dabei das Sci-Fi-Motto "Into the Future" als Leitfaden gewählt - erinnere Grafenegg doch nicht von ungefährt an ein Raumschiff, zeigte sich die Künstlerin beeindruckt: "Das Ganze wirkt ein bisschen wie das niederösterreichische Mutterschiff." In diesem spacigen Ambiente setzt man auf eine Doppelconference und hat Hilde Dalik und den Humoristen Christoph Grissemann als Moderatoren zusammengespannt.

Im Folgenden die Nominierten:

DIE FILME MIT DEN MEISTEN NOMINIERUNGEN
14 Nominierungen "Licht" von Barbara Albert
9 Nominierungen "Die beste aller Welten" von Adrian Goiginger
7 Nominierungen "Die Hölle" von Stefan Ruzowitzky
5 Nominierungen "Untitled" von Michael Glawogger und Monika Willi
4 Nominierungen "Die Migrantigen" von Arman T. Riahi
3 Nominierungen "Die Blumen von gestern" von Chris Kraus

BESTER SPIELFILM
"Die beste aller Welten" von Adrian Goiginger
"Licht" von Barbara Albert
"Die Migrantigen" von Arman T. Riahi
"Siebzehn" von Monja Art

BESTER DOKUMENTARFILM
"Bauer Unser" von Robert Schabus
"Die Geträumten" von Ruth Beckermann
"Untitled" von Michael Glawogger und Monika Willi

BESTER KURZFILM
"Die Last der Erinnerung" von Albert Meisl
"Mathias" von Clara Stern
"Nelly" von Chris Raiber
"Die Überstellung" von Michael Grudsky

BESTE WEIBLICHE HAUPTROLLE
Verena Altenberger - "Die beste aller Welten"
Maria Dragus -"Licht"
Adele Haenel - "Die Blumen von gestern"
Violetta Schurawlow - "Die Hölle"

BESTE MÄNNLICHE HAUPTROLLE
Lars Eidinger - "Die Blumen von gestern"
Josef Hader - "Wilde Maus"
Tobias Moretti - "Die Hölle"
Devid Striesow - "Licht"

BESTE WEIBLICHE NEBENROLLE
Gerti Drassl - "Liebe möglicherweise"
Maddalena Hirschal - "Die Migrantigen"
Katja Kolm - "Licht"
Maresi Riegner - "Licht"

BESTE MÄNNLICHE NEBENROLLE
Georg Friedrich - "Wilde Maus"
Lukas Miko - "Die beste aller Welten"
Michael Pink - "Die beste aller Welten"
Friedrich von Thun - "Die Hölle"

BESTE REGIE
Barbara Albert - "Licht"
Adrian Goiginger - "Die beste aller Welten"
Stefan Ruzowitzky - "Die Hölle"

BESTES DREHBUCH
Adrian Goiginger - "Die beste aller Welten"
Katrin Resetarits - "Licht"
Arman T. Riahi, Aleksandar Petrovic und "Die Migrantigen"
Faris Rahoma

BESTE KAMERA
Attila Boa - "Untitled"
Christine A. Maier - "Licht"
Benedict Neuenfels - "Die Hölle"

BESTES KOSTÜMBILD
Veronika Albert "Licht"
Cinzia Cioffi "Attack of the Lederhosenzombies"
Monika Gebauer "Die beste aller Welten"
Gioia Raspe "Die Blumen von gestern"

BESTE MASKE
Jens Bertram und Nannie Gebhardt-Seele - "Die Hölle"
Helene Lang - "Licht"
Tim Scheidig - "Die beste aller Welten"

BESTE MUSIK
Lorenz Dangel - "Licht"
Ben Fowler - "Mindgamers"
Wolfgang Mitterer - "Untitled"

BESTER SCHNITT
Ingrid Koller - "Die beste aller Welten"
Niki Mossböck - "Licht"
Karina Ressler - "Tiere"
Monika Willi - "Untitled"

BESTES SZENENBILD
Enid Löser - "Wir töten Stella"
Isidor Wimmer - "Die Hölle"
Katharina Wöppermann - "Licht"