Muriel Barbery

© /David Balicki

Literatur
05/21/2016

Obwohl mit einem Wildschwein gesprochen wird ...

Keine Magie in "Das Leben der Elfen" von Muriel Barbery

von Peter Pisa

Seltsam, dass ausgerechnet in Muriel Barberys neuem Roman die Magie fehlt, obwohl’s doch Elfen gibt und ein Wildschwein, das einem Mädchen die Klaue reicht, zu zweit wandern sie dann durch den Wald ...

Der Bestseller "Die Eleganz des Igels" (2008) hatte verzaubern können – bloß mit einer Hausmeisterin, die Gustav Mahler hört, aber den Fernseher laut rennen lässt, damit die reichen Hausparteien in ihrem Vorurteil bestätigt werden, dass bei so einer Hausmeistern immer der Fernseher rennt ...

"Das Leben der Elfen" plustert sich auf. Der Roman hat 1. das Waisenkind Maria im Burgund, das mit Tieren sprechen kann und 2. das Waisenkind Carla in den Abruzzen, das Klavier spielt, ohne es gelernt zu haben, und zwar derart gefühlsstark, dass alle weinen müssen.

Wobei im Fall eins, beim Wildschwein, ein Schneesturm losbricht und im Fall zwei, beim Klavierspiel in der Kirche, ein Sturm aufkommt, "der wie eine Welle toste." Das sind untrügliche Zeichen des Teuflischen. Deshalb müssen Maria und Clara zusammenhalten, damit das Böse in Form eines Krieges nicht über uns kommt. Weil der Harry Potter ja nicht mehr hilft.


Muriel Barbery:
„Das Leben der Elfen
Übersetzt von Gabriela Zehnder.
dtv.
304 Seiten.
23,60 Euro.

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