© Markus Wache/Theater im Park

Kritik
07/15/2021

Niavarani in "Reset": Im Narrenhaus steht die Sonne der Wuchteln hoch

„Reset – Alles auf Anfang“ von Roman Frankl und Michael Niavarani im Theater im Park.

von Werner Rosenberger

Ein angenehmes Lüfterl lässt das Blätterdach der Platanen im Schwarzenbergschen Park rauschen. Auf der Freiluftbühne als Ouvertüre ein Türl-auf-Türl-zu vor einem alsbald Tränen lachenden Publikum über das Da Capo eines bewährten Komödien-Hits mit viel Klamauk und Spaßgarantie.

Hohe Pointendichte

„Reset – Alles auf Anfang“ in der Regie von Oliver Rosskopf hatte – nach Berndorf, Haag und einer Österreich-Tournee – in neuer und abgespeckter 90-Minuten-Version am Mittwoch im Theater im Park Premiere.

Man zerkugelt sich über das Schicksal des vom Gedächtnisverlust gezeichneten Herbert (Michael Niavarani) und dem dabei hochgezwirbelten Irrwitz.

Der wohl populärste österreichischen Humorist vollführt zwischendurch spontan bäuchlings über dem Sofa die Yoga-Stellung „gefüllter Paprika“, um das Geheimnis eines Schwarzgeldkoffers zu bewahren.

Im Tohuwabohu um die hysterische Ehefrau (Katharina Dorian), die Sekretärin und heimliche Geliebte (Jennifer Frankl), den enterbten schwulen Halbbruder mit asiatischem Toyboy (Bernhard Murg) und den besten Freund Martin (Julian Loidl) stellt sich die Frage:

Wer hat den gestohlenen Koffer mit den drei – nein, zwei – Millionen gestohlen?

Wer verarscht hier wen?

Und welche Rolle spielen der schläfrige Malermeister Klapsch (Gerhard Kasal) und der mit bunten Pillen experimentierende Krankenpfleger (Matthias Mamedof)?

Wer der größte Gauner im aberwitzigen Verwirrspiel ist, liegt im Auge des Betrachters. Und der wird bei diesem präzise in Szene gesetzten Sommertheater nicht unter Niveau unterhalten.

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