FOTOPROBE BURGTHEATER "EINES LANGEN TAGES REISE IN DIE NACHT"

Andrea Breth

© APA/ROLAND SCHLAGER / ROLAND SCHLAGER

Theaterpreis
10/14/2019

Nestroy-Preise: Andrea Breth wird für ihr Lebenswerk geehrt

Die Preisverleihung des österreichischen Theaterpreis findet am 24. November im Theater an der Wien statt. Alle Nominierungen im Überblick.

Andrea Breth wird bei der 20. Nestroy-Gala am 24. November im Theater an der Wien mit dem Nestroy-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Bestes Stück ist "Hass-Triptychon - Wege aus der Krise" von Sibylle Berg in der Koproduktion der Wiener Festwochen und dem Maxim Gorki Theater Berlin. Für weitere elf Kategorien hat der Wiener Bühnenverein heute, Montag, die Nominierungen bekanntgegeben.

 "Während der letzten 20 Jahre seines Bestehens hat der Nestroy-Preis immer wieder beweisen können, wie exakt sich der Puls des Zeitgeschehens anhand dieser Auszeichnung bemessen lässt", freute sich Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Halser (SPÖ) laut Aussendung. "Unsere diesjährige Ehrenpreisträgerin Andrea Breth ist eine herausragende Regisseurin, die über die Grenzen von Europa hinaus eine einzigartige Stellung einnimmt. Mit unverwechselbarer Handschrift, Präzision und Autorentreue kreiert diese Spezialistin des psychologisch-realistischen Stiles Meisterwerke der Schauspielkunst." Die Tatsache, dass Peter Handke letztes Jahr für sein Lebenswerk geehrt worden sei und heuer mit dem Literatur-Nobelpreis, "stimmt mich für die nächsten 20 Jahre unseres Wiener Theaterpreises mehr als zuversichtlich und glücklich", so die Stadträtin.

Als Beste Schauspielerin sind Anna Drexler, Steffi Krautz, Caroline Peters, Maja Schöne und Andrea Wenzl nominiert, auf einen Nestroy in der Kategorie Bester Schauspieler dürfen Benny Claessens, Lukas Holzhausen, Jörg Pohl, Steven Scharf und Johannes Silberschneider hoffen. In der Nebenrollen-Sparte sind diesmal Rainer Galke, Evi Kehrstephan, Alexandra Krismer, Christoph Luser und Oda Thormeyer nominiert.

Für die Beste Regie gehen Kornél Mundruczó für Molnars "Liliom" (Koproduktion der Salzburger Festspiele und dem Thalia Theater Hamburg), Dušan David Pařizek mit "König Ottokars Glück und Ende" am Volkstheater und Johan Simons mit "Woyzeck" (Koproduktion des Burgtheaters und dem Schauspielhaus Bochum) ins Rennen.

Um den Preis als bester Nachwuchs rittern bei den Frauen Pinar Karabulut mit der Inszenierung "Endstation Sehnsucht" am Volkstheater, Enis Maci als Autorin von "Autos" (Schauspielhaus Wien) und Anna Rieser als Grace in "Dogville" (Landestheater Linz). Bei den Männern sind Moritz Beichl mit der Inszenierung "Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war" (Landestheater Niederösterreich), Niklas Doddo als Phil in "Die Mitte der Welt" (Theater der Jugend) und Matthias Rippert mit der Inszenierung "Ernst ist das Leben - Bunbury" (Landestheater Linz) im Rennen.


Die Beste Bundesländer-Aufführung kommt aus dem Schauspielhaus Graz ("Die Revolution frisst ihre Kinder!), dem Landestheater Linz ("Kasimir und Karoline") oder dem Stadttheater Klagenfurt ("Vor Sonnenaufgang" von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann, Stadttheater). Als Beste Aufführung im deutschsprachigen Raum ist neben "Dionysos Stadt" an den Münchner Kammerspielen und "Häuptling Abendwind" am Deutschen Schauspielhaus Hamburg auch "Tartuffe oder das Schwein der Weisen" von PeterLicht nach Moliére (Theater Basel) nominiert.

Der Preis für die beste Ausstattung wurde heuer nicht vorab bekannt gegeben, hier sind mit Katrin Brack mit "Deponie Highfield" (Koproduktion Wiener Festwochen und Burgtheater), Monika Pormale für "Liliom" (Koproduktion der Salzburger Festspiele und dem Thalia Theater Hamburg) und Raimund Orfeo Voigt für "Der einsame Weg" (Theater in der Josefstadt) und für "Sommergäste" (Salzburger Festspiele) drei Kandidaten im Rennen.

Für den Nestroy-ORF-III-Publikumspreis stehen fünf Schauspielerinnen und fünf Schauspieler zur Wahl: Ruth Brauer-Kvam, Thomas Frank, Pauline Knof, Johannes Krisch, Lucy McEvil, Birgit Minichmayr, Tobias Moretti, Caroline Peters, Bernhard Schir und Peter Simonischek. Die Abstimmung läuft von 11. bis zum 23. November auf http://tv.orf.at/orfdrei. ORF III überträgt die Gala, bei der Maria Köstlinger, Florian Teichtmeister und ORF-III-Moderator Peter Fässlacher nach einem Skript von Nicolaus Hagg durch den Abend führen, live-zeitversetzt ab 20.15 Uhr.

Nestroy-Preis 2019: Die Nominierungen:

Beste Schauspielerin
                                 - Anna Drexler als Marie in
                                  "Woyzeck" von Georg Büchner,
                                  Koproduktion
                                  Burgtheater,Schauspielhaus Bochum,
                                  Akademietheater
                                 - Steffi Krautz als Blanche DuBois
                                  in "Endstation Sehnsucht" von
                                  Tennessee Williams, Volkstheater
                                 - Caroline Peters als Anna in
                                  "Medea" von Simon Stone nach
                                  Euripides, Burgtheater
                                 - Maja Schöne als Julie in "Liliom"
                                  von Ferenc Molnár, Koproduktion
                                  Salzburger Festspiele, Thalia
                                  Theater Hamburg
                                 - Andrea Wenzl als Elisabeth in
                                  "Glaube, Liebe, Hoffnung" von Ödön
                                  von Horváth, Burgtheater

Bester Schauspieler
                                -  Benny Claessens in
                                  "Hass-Triptychon - Wege aus der
                                  Krise" von Sibylle Berg,
                                  Koproduktion Wiener Festwochen,
                               -  Maxim Gorki Theater Berlin
                                  Lukas Holzhausen als Rudolf von
                                  Habsburg in "König Ottokars Glück
                                  und Ende" von Franz Grillparzer,
                                  Volkstheater
                                - Jörg Pohl als Liliom in "Liliom"
                                  von Ferenc Molnár, Koproduktion
                                  Salzburger Festspiele, Thalia
                                  Theater Hamburg
                                 - Steven Scharf als Lucas in "Medea"
                                  von Simon Stone nach Euripides,
                                  Burgtheater, und als Franz Woyzeck
                                  in "Woyzeck" von Georg Büchner,
                                  Koproduktion Burgtheater,
                                  Schauspielhaus Bochum,
                                  Akademietheater
                                 - Johannes Silberschneider als
                                  Jacobowsky in "Jacobowsky und der
                                  Oberst" von Franz Werfel, Theater
                                  in der Josefstadt

Beste Darstellung einer
Nebenrolle

                                 - Rainer Galke als Margarethe von
                                  Österreich/Paltram Vatzo/Friedrich
                                  Zollern in "König Ottokars Glück
                                  und Ende" von Franz Grillparzer,
                                  Volkstheater
                                 - Evi Kehrstephan als Anna in
                                  "Biedermann und die Brandstifter"
                                  von Max Frisch, Volkstheater
                                 - Alexandra Krismer als Oberst
                                  Kovacs, Valerie von Taußig,
                                  Fräulein Hirschwitz, Polizeirat
                                  Fuchs in "Radetzkymarsch" von
                                 Joseph Roth, Dramatisierung von
                                  Elmar Goerden, Theater in der
                                  Josefstadt
                                 - Christoph Luser als Erich Spitta
                                  in "Die Ratten" von Gerhart
                                  Hauptmann, Burgtheater
                                 - Oda Thormeyer als Frau Muskat in
                                  "Liliom" von Ferenc Molnár,
                                  Koproduktion Salzburger
                                  Festspiele, Thalia Theater Hamburg

Beste Regie
                                  Kornél Mundruczó mit "Liliom" von
                                  Ferenc Molnár, Koproduktion
                                  Salzburger Festspiele, Thalia
                                  Theater Hamburg
                                  Dušan David Pařizek mit "König
                                  Ottokars Glück und Ende" von Franz
                                  Grillparzer, Volkstheater
                                  Johan Simons mit "Woyzeck" von
                                  Georg Büchner, Koproduktion
                                  Burgtheater, Schauspielhaus
                                  Bochum, Akademietheater

Bester Nachwuchs weiblich
                                  - Pinar Karabulut mit der
                                  Inszenierung "Endstation
                                  Sehnsucht" von Tennessee Williams,
                                  Volkstheater
                                 - Enis Maci als Autorin von "Autos",
                                  Uraufführung, Schauspielhaus Wien
                                 - Anna Rieser als Grace in
                                  "Dogville" von Lars von Trier,
                                  Landestheater Linz

Bester Nachwuchs männlich
                                  - Moritz Beichl mit der Inszenierung
                                  "Der Tag, an dem mein Großvater
                                  ein Held war" von Paulus
                                  Hochgatterer, Landestheater
                                  Niederösterreich
                                  - Niklas Doddo als Phil in "Die
                                  Mitte der Welt" von Andreas
                                  Steinhöfel, Theater der Jugend
                                  - Matthias Rippert mit der
                                  Inszenierung "Ernst ist das Leben
                                  - Bunbury" von Oscar Wilde,
                                  Landestheater Linz

Beste Ausstattung
                                  - Katrin Brack für "Deponie
                                  Highfield" von René Pollesch,
                                  Koproduktion Wiener Festwochen,
                                  Burgtheater
                                  - Monika Pormale für "Liliom" von
                                  Ferenc Molnár, Koproduktion
                                  Salzburger Festspiele, Thalia
                                  Theater Hamburg
                                  - Raimund Orfeo Voigt für "Der
                                  einsame Weg"von Arthur Schnitzler,
                                  Theater in der Josefstadt und für
                                  "Sommergäste" von Maxim Gorki,
                                  Salzburger Festspiele

Spezialpreis
                                  - "Das Dorf" von Nesterval, Konzept
                                  und Regie Herr Finnland,
                                  Koproduktion Nesterval und brut
                                  Wien
                                  - "Ungebetene Gäste" von DARUM
                                  (Laura Andreß, Victoria Halper,
                                  Kai Krösche), Produktion DARUM,
                                  Kooperation mit WERK X-Petersplatz
                                  - "3 Episodes of Life" von Markus
                                  Öhrn, Koproduktion Wiener
                                  Festwochen und Institutet,
                                  kofinanziert von Kampnagel und
                                  Künstlerhaus Mousonturm

Beste Off-Produktion
                                  - "Anstoß - Ein Sportstück" von
                                  Jakub Kavin, Theater Arche
                                  - "Liliom.Club" nach "Liliom" von
                                  Franz Molnár und "Fight Club" von
                                  David Fincher, Regie und Konzept
                                  Ernst Kurt Weigel, Koproduktion
                                  Das Off-Theater und
                                  das.bernhard.ensemble
                                 - "The Bruno Kreisky Lookalike" a
                                  Sitcom in 10 Episodes von Toxic
                                  Dreams, Text und Regie Yosi
                                  Wanunu, Koproduktion Toxic Dreams
                                  und WUK performing arts

Beste Bundesländer-Aufführung
                                  - "Die Revolution frisst ihre
                                  Kinder!" ein Film- und
                                  Theaterprojekt von Jan-Christoph
                                  Gockel & Ensemble, Kooperation
                                  Schauspielhaus Graz,
                                  Africolognefestival
                                 -  "Kasimir und Karoline" von Ödön
                                  von Horváth, Inszenierung Susanne
                                  Lietzow, Landestheater Linz
                                  - "Vor Sonnenaufgang" von Ewald
                                  Palmetshofer nach Gerhart
                                  Hauptmann, Inszenierung Georg
                                  Schmiedleitner, Stadttheater
                                  Klagenfurt

Beste Aufführung im
deutschsprachigen Raum

                                 - "Dionysos Stadt" Inszenierung
                                  Christopher Rüping, Münchner
                                  Kammerspiele
                                 - "Häuptling Abendwind" von Johann
                                  Nepomuk Nestroy, Inszenierung
                                  Christoph Marthaler, Deutsches
                                  Schauspielhaus Hamburg
                                - "Tartuffe oder das Schwein der
                                  Weisen" von PeterLicht nach
                                  Moliére, Inszenierung Claudia
                                  Bauer, Theater Basel