system of a down - frequency festival 2013 - florian wieser

© Florian Wieser

Tag zwei
08/16/2013

Präzise Härte: System Of A Down rockten das Frequency

Das größte heimische Alternative-Festival bot am zweiten Tag eine deutlich härtere Gangart.

von Karl Oberascher

Der zweite Tag in St. Pölten versprach mit System of a Down und Bad Religion einen deutlich ruppigeren Festival-Tag als der Auftakt mit Franz Ferdinand und den Klamauk-Rockern von Tenacious D.

Die Headliner am Freitag hätten bzw. haben so auch schon vor einigen Jahren am (normalerweise) härter ausgerichteten Nova Rock gespielt. Aber die kultivierte Trennung zwischen Indie-Rock in St. Pölten und Heavy Metal in Nickelsdorf scheint mit dem von Festival-Veranstalter Skalar dieses Jahr neu etablierten Seerock, das bereits Ende Juni Nähe Graz stattfand, aufgehoben.

Erste Vorboten des Abendprogramms waren am frühen Nachmittag Pennywise. Die Alt-Punker aus Kalifornien versammelten erstmals eine recht ansehnliche Menschenmenge vor der Hauptbühne. Punk funktioniert offenbar immer. Und dass die Herren um Sänger Jim Lindberg Klassiker wie "Enter Sandman" oder "Rock The Casbah" anstimmten, schadete bestimmt nicht. Erste Moshpits wurden bereits um 15.30 Uhr gesichtet. Respekt.

Tag zwei beim Frequency

Erste Zwischenbilanz

Eine zufriedene vorläufige Bilanz zog Wolfgang Brückler vom Roten Kreuz: "Die Anzahl der Einsätze liegt mit rund 1.400 ein bisschen über dem Vorjahr, aber es gibt keine außergewöhnlichen Vorfälle." Kreislaufproblemen aufgrund der Hitze, Insektenstiche und kleinere Blessuren waren die häufigsten Einsatzgründe.

Nicht ganz so ruhig war die Situation aus polizeilicher Sicht: Eine Vergewaltigung in einem Zelt sei angezeigt worden, Täter und Opfer dürften alkoholisiert gewesen sein. Die Ermittlungen seien im Gang, sagte Oberst Franz Bäuchler vom Stadtpolizeikommando. Ansonsten komme es zu Taschendiebstählen, auch "Zeltschlitzer" seien bereits unterwegs, erneuerte die Polizei die Warnung, keine Wertgegenstände in den Zelten zu lassen. Im Durchschnitt werden bei dem sehr gut besuchten bzw. ausverkauften Festival laut Bäuchler 250 Delikte verzeichnet.

Tag eins: Rock-Kabarett in St.Pölten

Eindrücke abseits der Bühnen

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