Streit der ORF-Stiftungsräte: Westenthaler erhebt neuerlich Vorwürfe gegen Lederer

Nächste Runde im Streit der ORF-Stiftungsräte Westenthaler und Lederer. Westenthaler fordert Dringlichkeitssitzung.
ORF-STIFTUNGSRAT - KONSTITUIERENDE SITZUNG: WESTENTHALER/LEDERER

Im ORF-Stiftungsrat überschattet derzeit ein weiterer Konflikt den Rücktritt von Generaldirektor Roland Weißmann. Der Streit zwischen FPÖ-Mann im ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler und ORF-Stiftungsratsvorsitzenden und Leiter des SPÖ-Freundeskreises Heinz Lederer. In einem weiteren Schreiben an den ORF-Stiftungsrat, das dem KURIER vorliegt, erhebt Westenthaler erneut Vorwürfe gegen Lederer.

Westenthaler wirft Lederer darin Intervention sowie als "ORF-Stiftungsrat gegen geltende Gesetze, Unvereinbarkeit und die Geschäftsordnung des ORF verstoßen zu haben". In dem Schreiben an den ORF-Stiftungsrat beantragt Westenthaler die Einberufung einer Dringlichkeitssitzung.

Schon vergangene Woche warf Westenthaler Lederer in einem Schreiben an den ORF-Stiftungsrat "pflichtwidriges Verhalten" vor. Lederer habe den Stiftungsrat "sechs Tage lang weder informiert noch eingebunden", so der Vorwurf. Lederer hat diese Vorwürfe bereits zurückgewiesen.

Jetzt legt Westenthaler nach.

Erst vergangene Woche hat der ORF-Stiftungsrat sich selbst strengere Regeln auferlegt: Ordnungsrufe, Redezeitlimits und Sitzungsunterbrechungen zur Abkühlung der Gemüter. Auch oder vor allem wegen FPÖ-Mann im ORF-Stiftungsrat, Peter Westenthaler. Die vergangenen Treffen des Stiftungsrates sollen teils "beschämend" abgelaufen sein, inklusive Westenthalers Beschimpfungen anderer Gremienkollegen mit Lügner oder Diktator sowie gegenseitigen Klagsdrohungen - der KURIER hat berichtet.

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