Trotz viel Kritik: ORF-Stiftungsrat Thomas Prantner bleibt im Amt

Letzte Woche waren zahlreiche Emails veröffentlicht worden, in denen es um Politeinfluss und Machtspiele geht. Trotzdem hat Prantner Rückendeckung der FPÖ.
SITZUNG ORF-STIFTUNGSRAT INKL. BESTELLUNG VON ORF-CHEF BIS ENDE 2026: PRANTNER

Thomas Prantner, der derzeit für die Steiermark im ORF-Stiftungsrat sitzt, soll in seiner Zeit als hochrangiger ORF-Manager Personalwünsche und Interventionen der FPÖ angenommen sowie unpassende Äußerungen gegenüber einer Mitarbeiterin getätigt haben. Der Standard zitierte vergangene Woche aus diversen Dokumenten wie E-Mails und Notizen Prantners. 

Der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) hatte daraufhin angekündigt, ein Gespräch mit Prantner führen zu wollen. Was in den letzten Tagen ans Licht gekommen sei, „ist belastend, auch für den ORF“, sagte er der Kleinen Zeitung. Er könne ihn aber per Gesetz nicht abberufen.

Nun hat es dieses Gespräch gegeben – mit dem Ergebnis, dass Prantner im Amt bleibt. 

Das berichtet die Kleine Zeitung. Prantner habe demnach Kunaseks Rückendeckung. 

Im ORF schwand diese zuletzt: Die Redakteure haben ihm und drei weiteren Stiftungsräten – Heinz Lederer, Gregor Schütze und Peter Westenthaler das Misstrauen ausgesprochen.

Zuletzt wurden Rücktrittsaufforderungen aus der steirischen Opposition laut. „Das Verfahren vor der Gleichstellungskommission wurde 2021 eingestellt und ist damit längst abgeschlossen“, sagte Prantner vergangene Woche zum KURIER. „Für unpassende Aussagen habe ich mich als Zeuge vor Gericht entschuldigt. Gegen mich wurde niemals eine straf- oder zivilrechtliche Anzeige erstattet und ich war auch niemals Beklagter oder Beschuldigter. Das sollte in einem Rechtsstaat akzeptiert werden.“ 

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